Autor: Karin

Szenenwechsel

In den nächsten 4 Tagen schwitzen wir wieder vor uns hin. Morgens um 4.30 klingelt der Wecker, damit wir uns endgültig um 5.00 aus dem Bett wälzen und möglichst vor 6.00 auf der Piste sind. Die Morgenstimmung ist etwas ganz Besonderes und wir lieben sie. Wir stellen fest, auch in Laos wirken die Menschen frühmorgens oft verschlafen und dröge. Gewaschen wird sich in den Dörfern häufig an der Pumpe. Die Frauen mit einem Tuch um den Körper. Man schüttet sich Wasser über den Kopf und Schultern, seift sich ein und spült sie wieder ab. Abtrocknen ist eigentlich nicht angesagt, zumindest haben wir nichts dergleichen gesehen- bei der Wärme auch nicht notwendig. Ca 100 km nach Vientiane ändert sich die Landschaft und wird schon gänz schön spektakulär. Wilde skurrile Felsformationen, die sich aus den Reisfeldern erheben, wilde Bergketten im Hintergrund. In Vang Vieng gibts nochmal Backpacker und Activity satt. Bis vor wenigen Jahren hatte sich hier eine wilde Drogenszene etabliert mit vielen Toten jährlich- bis der Minister kurzerhand alle ungenehmigten Bars hat schließen lassen und den …

Vientiane

BeerLaos -eines der wichtigsten Transportgüter in Laos! Wir schauen uns nur ein paar Sachen an, suchen nach Radhosen für Fritz, einen Fahrradschlauch, ein paar Schräubchen und Müsli. Bis auf die Radhosen finden wir alles. Die muss dann halt noch bis Hanoi warten. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie toll es ist, in einem kleinen Supermarkt Müsli zu finden! Klingt vielleicht blöd, aber wie schon häufiger erwähnt, die Nudelsuppe zum Frühstück… Außerdem starten wir seit ein paar Tagen wieder so früh, dass es noch nicht mal die gibt. Und in den Bergen von Laos rechnen wir ebenfalls mit morgendlicher Selbstverpflegung. Also sind zwei Kilo Haferflocken mit Trockenobst ‘ne feine Sache. Auch wenn wir bereits in Vietnam das Gefühl hatten, jetzt ist mal gut mit Vergangenheitsbewältigung- hier in Laos haben die Menschen noch ganz intensiv damit zu tun. Ca. 80 Millionen Streuminen verseuchen das Land nach wie vor! Und da die Menschen in den Dörfern arm sind, ist der Verkauf von Schrott oft das Einzige, womit sie Geld verdienen können. Händler ziehen durch´s Land, verkaufen ihnen Metalldetektoren …

Sabaidee!

So tönt es ca. 50 mal am Tag vom Straßenrand, und genauso oft rufen wir zurück. Manchmal hören wir die Kinder auch „Falang, Falang“ rufen. Damit werden alle hellhäutigen Nichtasiaten betitelt und es heißt so viel wie „Langnase“. Da sie damit zumindest bei mir ja nicht unrecht haben, nehmen wir es mit Gelassenheit. Das ist hier ja sowieso die beste Reaktion: Gelassenheit. Nachdem wir wieder im Mekong Delta angekommen sind und nach Norden fahren, ist der Wind wieder unser Freund, die Temperaturen allerdings heftig. Wir starten morgens möglichst vor 6.00 Uhr, um mittags unser Tagespensum (ca. 100 km) erledigt zu haben und möglichst nicht so lange bei knapp 40°C fahren zu müssen. Auf der anderen Seite des Mekong liegt Thailand, manchmal können wir es sehen. Die Landschaft ist geprägt vom Reisanbau, Kautschuk- und Tapiokaplantagen. Und leider lieben auch die Laoten das Abbrennen. Überall sehen wir schwarzverkohlte Flächen, manchmal nur der Straßenrand, aber manchmal auch größere Stücke. Unsere Hypothesenbildung: Da wird Platz für neue Pflanzungen geschaffen. Ein großes Thema im Laos scheint der ungezügelte Holzraubbau zu …

Hue

Obwohl wir langsam abgesättigt sind mit alten Gemäuern, Gedenkstätten und anderen kulturellen Wichtigkeiten, schauen wir uns die alte Zitadelle (alter Königspalast) an. Das Riesengelände innerhalb der äußeren Mauer enthielt über 240 Gebäude, die allerdings zum größten Teil zerstört wurden- zuerst durch die Franzosen, dann durch die Amis. Ca. 40 Gebäude und Tempel stehen noch bzw. wurden restauriert. Innerhalb der Zitadelle gibt es einen weiteren mauerumgrenzten Bereich, die alte Verbotene Stadt, in der die königliche Familie lebte. Als wir so durchspazierten, viele parkähnliche Anlagen, Alleen, Tempel, dachte ich mir, dass dieses abgeschlossene Leben dieser Menschen, das sich so “eingesperrt” anhört, vielleicht ausreichend viel Lebensraum zur persönlichen Entwicklung bot. Und heute? Wieviele Menschen leben immer mehr in “communities” mit Zaun und Wächter? Bei uns soll der Trend ja deutlich kommen, habe ich gelesen. In den USA, in China, Indien, Südafrika, Russland .. immer mehr Menschen leben in abgeschlossenen Lebensräumen. Bestimmt auch mit gutem Grund. Und mit welchem Menschen- und Weltbild wird ein Kind dann groß? Na ja, nur so ein Gedanke beim Spazierengehen. Und wie so oft, …

Der Wolkenpass

Irgendwie hatten wir schon bei der Planung den Wolkenpass in Vietnam in unsere Liste aufgenommen. In vielen Berichten wurde er so begeistert und auch als anspruchsvoll beschrieben- da mussten wir natürlich hoch. Auch wenn er insgesamt nur knapp 500 m ist, also nicht die Welt- aber die können es auch in sich haben. Also näherten wir uns mit gebührendem Respekt, Fritz´ Garmin zeigte auch eine ganz ordentliche Steigung. Er ist wirklich ein richtiger Pass, schön zu fahren, mit beeindruckendem Panorama über die Bucht von Da Nang. Etliche Reiseagenturen bieten Motorradtouren über den Pass an und so fanden sich oben auf der Passhöhe viele aufgekratzte Touristen, die im Pulk den Ausflug genossen. Wir sammelten seit langem mal wieder einige erhobene Daumen beim Hochstrampeln. Wenn man von oben nach Norden sieht, weiß man, warum er „Wolkenpass“ heißt. Die Abfahrt war ein Genuss! Nicht zu steil, sodass wir bremsenschonend fahren konnten, wenig Verkehr, denn der fährt durch den Tunnel. Unten durften wir eine echte Schrankenwärterin bei der Arbeit sehen! Über etliche Kilometer standen am Straßenrand kleine Stände mit …

Auf der Küstenstraße nach Hoi An

Wir hangeln uns von einem Touristenhighlight zum nächsten. Aber während die meisten dazwischen den klimatisierten Bus oder gar den Flieger nehmen, genießen wir nach wie vor das Unterwegssein mit eigener Kraft. Auch wenn es ganz schön heiß ist und die Brühe nur so läuft. Dafür haben wir nun fast die ganze Zeit Rückenwind! Komisch, das wird mir nie langweilig, Hügel oder Gegenwind schon. Einige Leute hatten uns gesagt, diese Strecke wäre eher uninteressant; zwar gut zu fahren, aber unspektakulär, etwas zum Kilometerfressen. Ja, z.T. stimmt es schon, denn die Straße ist oft vierspurig, ziemlich neu und es gibt immer wieder Versorgungsmöglichkeiten. Der LKW-Verkehr bzw. das Gehupe kann schon auf die Nerven gehen. Aber insgesamt sind es gute Tage, und ich finde es angenehm, die Landschaft wirken zu lassen, immer mal wieder etwas Neues zu entdecken und zu sinnieren. Dabei heißt es aber immer gut aufpassen, denn alle naselang kommen auf der rechten Spur Mopeds entgegen. Ich möchte einfach mal ein paar Blitzlichter, Gedanken und kleine Begebenheiten auf diesem Streckenabschnitt beschreiben. Wir fuhren nicht nur Hauptstraße, …

Wieder Richtung Küste

Unterwegs hatte uns jemand gesagt, wir sollten unbedingt den Pass nach Phan Rang runterfahren. Also haben wir das gemacht. Es muss ein Autofahrer gewesen sein, denn die ersten 40 km waren wieder eine Katastrophe. Sie bauen die gesamte Strecke gleichzeitig aus! Gruselig! Aber danach, der richtige Pass, war fantastisch! 35 km Abfahrt zum Rollen lassen und genießen! Und dann immer weiter Richtung Meer. Leider wurde der Wind wieder stärker und am nächsten Tag, als es nach Nha Trang ging, durften wir, diesmal auf autobahnähnlicher Straße, wieder eine kleine Trainingseinheit einlegen. Am Ende wurde jedoch alles gut und wir erreichten den Urlaubsort Nha Trang. Seitdem der Flughafen ausgebaut sei und es mehrere Direktflüge von verschiedenen russischen Städten gäbe, sei die kyrillische Schrift in jeder Speisekarte normal geworden. Wenn es auf Malle heißt: “Man spricht deutsch” dann gilt hier das gleiche für Russisch. Und seit kurzem auch für Chinesisch. Wir fanden ein gutes günstiges Hotelzimmer mit Meerblickterrasse und waren sehr zufrieden! Bei der Ausfahrt aus Da Lat fuhren wir an einem fantastischen Hortensienbeet vorbei. Wir haben sofort …

Crazy house in Da Lat

Dieses Anwesen hat eine Architektin für sich und ihre Familie entworfen und gebaut. Sie ist wohl eine Tochter des Präsidenten und hat damit sicher den real existierenden Sozialismus arg auf die Probe gestellt. Inzwischen ist das Haus ein Touristenmagnet. Man kann auch darin übernachten und sie (wer auch immer) bauen immer weiter aus, planen noch ein Restaurant und Guesthouse. Sie möchten den Menschen die Natur näher bringen und hier bedeutet Natur = Dschungel. Und es wirkt so! Man kann Beton also auch anders verbauen! Wir fanden das Haus einfach klasse. Da wir in Wolfsburg jetzt so viele Baugebiete haben… Vielleicht lässt sich ja jemand davon inspirieren? So ein Häuschen in Wolfsburg wäre doch fein. Schaut es Euch an: Und weils so schön ist, hat ein Schüler der Architektin ein anderes Haus- eine Bar- im gleichen Stil umgebaut.

Hügeliges schweißtreibendes Vietnam

Wir entschieden uns nach Da Lat zu fahren, das “Davos” von Südvietnam. Im Vietnamkrieg gab es wohl die Vereinbarung, diese Stadt von Bombardierungen auszunehmen. Statt dessen erholten sich dort die GI´s in den großen Villen und etwas entfernt davon die Vietcong. Auf dem Weg dorthin fuhren wir allerdings erst durch die Gebiete, die besonders stark mit Napalm und Agent Orange vergiftet worden waren, von den “normalen” Bombardierungen ganz abgesehen. Erstaunlicherweise haben ein paar alte Bäume diese Zeit überlebt und ein Nationalpark mit Dschungel wurde errichtet. Wir haben ihn nicht besucht, denn uns stand weder der Sinn nach Elefantenreiten noch Trekking. Wir wollten Radeln! Und seit langer Zeit hatten wir sogar richtig zu arbeiten! Feuchte Hitze und 1000 Höhenmeter- da kamen wir ganz gut ins Hecheln. Die Landschaft- Dschungel, Kaffee-, Cashewnussplantagen, hupende rücksichtslose LKWs. Bisher hatten wir in Vietnam nur gute Straßen, doch nun duften wir anderes erfahren: eine Dauerbaustelle von 40km! Immer mal wieder die eine Seite, dann die andere, mal Kanalisation, dann irgendwas… dazu strenger Wind von der Seite oder von vorne. Wo es …

Saigon Sightseeing

Auch wenn wir inzwischen in Nha Trang angekommen sind, wollen wir Euch dennoch einige weitere Bilder von Saigon zeigen. Denn es gibt hier einiges zu sehen. Die französische Kolonialzeit hat ein paar architektonische Eindrücke hinterlassen. z.B. -das alte Postgebäude -direkt daneben der Dom, auch Klein Notre Dame genannt. Für mich erstaunlich wie klar und sparsam der Innenraum gestaltet wurde. Wände mit Dank-/Spendenfliesen. -die alte Oper. Wir nutzten die Gelegenheit und besuchten eine Aufführung des AO-Theaterensembles mit einer zauberhaft furiosen Akrobatikshow, die uns sehr an den Circe de Soleil in Las Vegas erinnerte. Ein Blick ins Programmheft bestätigte uns: Der Artdirektor hat lange selbst beim Circe de Soleil gearbeitet. Das Besondere daran war bzw. ist, dass sie mit zwei Arten von Requisiten auskommen- Bambusstangen und Bambuskörben. Genial, was sie damit machen. Sehr zu empfehlen, falls sie mal in der Nähe auf Tournee sind. nicht französisch sondern vietnamesisch: -der Dao-Tempel, ein sehr oppulent ausgestatteter Tempel mit vielen Göttern, Dämonen, Buddhas und anderen hilfreichen Gestalten. Es geht darin sehr turbulent, laut und rauchgeschwängert zu; übrigens ohne Reglementierungen für …

Saigon

Wir sehen entsetzt und fassungslos nach Europa. Hilflos lesen wir im Internet die Nachrichten über Bombenopfer in Brüssel. Und wenige Stunden zuvor haben wir eine Nagelbombe als Exponat in der Vitrine gesehen, Fotos von Opfern. Es ist zum Heulen und Verzweifeln! Unsere Gedanken sind häufig bei Euch zuhause! Und gleichzeitig sind wir hier, wo vor 40 Jahren einer der grauenhaftesten Kriege der Neuzeit zuende ging, ein Land unvorstellbar zerbombt und vergiftet wurde- und uns jetzt voller Leben, Entwicklung, Energie und Freundlichkeit begegnet. Was schreibt man über diese Stadt? Wir sind seit 4 Tagen hier, radeln jeden Tag in diesem ganz speziellen Verkehr- mir macht er inzwischen Spaß, Fritz ist meistens eher abgenervt- und klappern die üblichen Sehenswürdigkeiten ab. Vor allem das war remnant museum, ein Museum des Vietnamkriegs, hat uns sehr berührt und beschäftigt uns nachhaltig. Mehr dazu in einem Extrabeitrag, für den wir uns noch Zeit lassen. Hier gibt es Kirchen, Moscheen, Hindu-, Buddistische, Taoistische Tempel und Pagoden. Von einigen gibts ebenfalls in einem Extrabericht ein paar Fotos. Insgesamt gefällt uns diese Stadt sehr …

Wasser, Reisfelder und viele Mopeds

Ich weiß nicht mehr, was für eine Vorstellung ich von Vietnam hatte. Bereits die ersten Tage hier haben so viele Eindrücke in meiner Hirnrinde hinterlassen, dass die alten Bilder überspült worden sind. Wie immer in einem Land suchen wir gerade zu Beginn sehr neugierig nach Fremden, Bekanntem, Überraschendem. In Vietnam sind wir auf die Frage gestoßen: Woran erkennt man eigentlich in einem Land beim “normalen” Durchfahren eine sozialistische Gesellschaft bzw. Regierung? Die alten Bilder taugen schon lange nicht mehr. Das Wenige, was uns in den Blick fällt, sind die vielen kleinen und größeren Fahnen, die im Wind flattern und die klassischen sozialistischen Plakate (sozialistische Ikonografie) die ein wenig übriggeblieben wirken. Fritz meint, mehr Ambulatorien, die auch in besserem Zustand seien, zu bemerken. Es gibt weit weniger Privatschulen als z.B. in Thailand und Indien. Dafür viele staatliche Schulen- die übrigens bisher auch einen guten Eindruck machen. Auffällig sind die fehlenden Pkw. Dafür hat wohl jede vietnamesische Familie mehrere Mopeds. Und zwar nicht die scheddrigen Klapperkisten wie in Indien, sondern ganz flottaussehende und meistens gut gepflegte kleine …

Good by Cambodia, hello Vietnam!

Die letzten Tage in Kambodscha sind geprägt vom Wind. Häufig von der Seite, sehr selten Rückenwind (eigentlich nur einmal gegen Abend, war wohl eher ein Versehen), häufiger bis meistens mussten wir arbeiten. Ist ja nix gegen zu sagen; nur macht uns, diesmal vor allem Fritz, die feuchte Hitze etwas mehr zu schaffen als früher. Da es in ausreichender Anzahl Straßenstände mit kleinen roten Kühlkisten gibt, die meistens auch über kalte Cola, immer über kaltes Wasser, verfügen, lässt sich alles managen. Und außer am ersten der drei Tage haben wir ausgesprochene Kurzetappen, mit entspannten Abenden. Es ist wohl schon Nachsaison, denn die meisten Restaurants und Guesthouses wirken etwas verlassen. Das stört uns allerdings überhaupt nicht. Wir sind etwas überrascht über die vielen “älteren” Europäer, die so wirken, als ob sie schon lange in Asien leben- ähnlich wie in Thailand. Wir genießen das Radeln und das Land und sind schon wieder gespannt auf das nächste- Vietnam. Und es fängt ebenso entspannt an wie in Kambodscha. Die Grenze ist unkompliziert (was haben wir in Zentralasien da schon mitgemacht!) …

Eindrücke aus Phnom Penh

Unser Aufenthalt war geprägt von: nettes Guesthouse im Travellerviertel, Wiedertreffen mit Christoph, der mal kurz in Radschuhen! einen Halbmarathon gelaufen war, eine gute und interessante Zeit mit ihm und seinen Freunden Son und Scott, wo wir auch als Übernachtungsgäste willkommen waren, und den Sightseeing-highlights. Die sind allerdings so speziell, dass wir dafür Extraartikel schreiben. Der Museumbesuch war ganz interessant und führte uns etwas in die Historie ein. Ein Besuch auf dem “Russenmarkt” und ein Abend in der Expatszene boten uns wieder einmal mehr verschiedene Aspekte des realen Lebens hier.

Weiter geht´s nach Phnom Penh

Wir nehmen das Boot über den Tonle Sap. Morgens um 6.30 Uhr radeln wir die 10km zum Anleger. Der See ist in der Trockenzeit um einiges flacher und die Ufer ziehen sich zurück. Wir merken das im Laufe der Bootsfahrt, denn wir müssen einmal umsteigen und die Fahrt dauert ca 2 Stunden länger als angekündigt. Vielleicht musste das Boot langsamer und vorsichtiger fahren, einige Male ruckelte es auch etwas, wahrscheinlich Grundberührung. Am Anleger trafen wir ein französisches Radlerpaar wieder, die wir an der Grenze von Nepal nach Indien beim Warten auf den Passstempel kennengelernt hatten! Sie hatten in etwa die gleiche Route, nur dass sie die ganze Strecke Myanmar wie geplant radeln konnten, weil sie das permit schon lange vorher hatten. Nun ja. Ihre weitere Route gleicht der unseren bis Ho Chi Min City, wer weiß, vielleicht trifft man sich ja nochmal. Der Tonle Sap ist nicht nur ein riesiger See und Lebensgrundlage für viele Kambodschaner, sondern spielt auch in ihrer Mythologie vom Entstehen der Welt eine wichtige Rolle- soweit ich das verstanden haben. Auf …

3 Tage tote Steine, wilde Bäume und Selfiesticks

Wir sind insgesamt gute 100 km bei 30 Grad geradelt. Hatten manchmal Glück und Tempelanlagen fast für uns alleine, manchmal gerieten wir in größere Ansammlungen von wandernden Selfiesticks und Tabletts, meistens war es allerdings ganz ok. Wir vermieden das Gebiet zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, was uns zwar schwerfiel, aber mit ein wenig Selbstdisziplin und Belohnungsanreizen wie Schlafen und Happy Hour klappte es ganz gut. Natürlich haben wir mehr Fotos auf Lager, als Ihr überstehen könnt. In mehreren Stunden harten Sortierens sind nun ein paar Galerien entstanden, die vielleicht gerade noch gesundheitsverträglich sind. Angkor Wat, die berühmteste und auch weitläufigste Anlage Ta Prohm, spätestens seit dem Film “Tomb Raider” bekannt und ein wunderbares Beispiel für die überbordende Kraft der Natur. Weiteres, was so auf unserem Weg lag. Lupi war natürlich auch dabei und auf einmal ganz wild auf Posen. Kein Wunder bei all den Beispielen außenrum. Da er ja sonst eher pressescheu ist, haben wir nachgegeben und eine kleine Serie mit ihm gemacht. Es sind einige Suchbilder dabei! Und hier eine kleine Special-Galerie

Soviel Neues zu berichten! Stichworte: Christoph, Kambodscha, Angkor Wat, Federika

Entschuldigt, dass wir uns so lange nicht gemeldet haben. Zuerst hatten wir in Phuket Urlaub, dann zurück in Bangkok noch einen Tag für Räder fitmachen und packen. Und am nächsten Tag ging´s wieder aufs Rad. Zuerst etwas wackelig, aber nach 1-2 km fühlte sich alles wieder normal und richtig an. Den ganzen Tag – wie übrigens die ganze nächste Woche – hatten wir zügigen Gegenwind. Dafür war die Straße supergut, plattes Land und große Ausfallstraße. Nach 85 km kamen wir um halb drei (anstatt wie verabredet um drei) an einer großen Kreuzung an – und Christoph war schon da!! Er war aus Pattaya morgens losgeradelt und hatte schon 100 km in den Beinen. (Er ist auch noch ein paar Jahre jünger als wir ;-) ) Ein paar Worte zu der Geschichte. Vor nunmehr drei Jahren waren wir mit dem Rad in Rumänien. Eine erste Annäherung an den „unbekannten wilden Osten“ war das damals. Dort lernten wir auf einem der wenigen Campingplätze, die es gab, Christoph kennen. Er war mit dem Motorrad unterwegs und machte Urlaub …

letzter Abend in Bangkok

Heute war wieder mal umpacken angesagt. Alles zurück an seinen “richtigen Platz” in den Packtaschen. Noch ein kleines Loch in der kleinen Packtasche vorne geflickt- Fritz Kleber sei Dank!- die neue alte Isomatte, die neuen Ersatzmäntel und Kleinkram von Zuhause- nun sind die Packtaschen noch voller als vorher. Die Räder haben wir abgeholt. An Fritz Rohloffgetriebeachse war tatsächlich das Radlager ausgeschlagen. BokBokBike hat sich von Rohloff Ersatzteile schicken lassen und eingebaut- alles im Rahmen der lebenslangen Garantieleistung von Rohloff!!! Bei beiden Rädern wurden (erstmals) die Ritzel gewechselt und die Kettenblätter vorne gedreht. Fritz Kette ebenfalls neu, meine hatte ich erst in Myanmar gewechselt, weil die alte nur noch jammerte; die blieb drauf. Ansonsten alles gut. Ein wenig mit Wasser erfrischt warten die Räder jetzt unten auf den morgigen Start. Wir werden morgen Christoph treffen, aber das erzählen wir beim nächstenmal.

Übrigens…

wenn Ihr Lust habt, schaut doch ab und zu mal auf die Seite “unterwegs getroffen”. Dort haben wir einige links zu Radlern gesetzt, die wir kennengelernt haben. Und wir aktualisieren sie immer mal wieder. Und ebenso die “Video”-Seite. Dort sind aktuell zwei kleine Unterwasserfilmchen zu sehen. Nichts Dramatisches.

Nun ist (erstmal wieder) Schluss mit Luxus!

Schade eigentlich. Wir hatten uns gerade daran gewöhnt. Und die letzten Tage am Buffet nach den guten Sachen gegriffen, die wir wahrscheinlich in den nächsten Monaten nicht mehr so schnell bekommen werden. Letzte Eindrücke aus Phuket: Der kapitale Sonnenbrand, den ich mir aus Blödheit geholt habe- ich habe schlicht vergessen, mich fertig einzucremen!- ist halbwegs abgeheilt. Beim Radeln ist mir das noch nie passiert! Inzwischen sind wir zurück in Bangkok in unserem guesthouse, wo die Räder geduldig auf uns warteten. Jetzt sind sie beim BokBokBike-laden und werden auf Vordermann gebracht. Bei mir wird das Ritzel gewechselt, das Marianne und Felix mitgebracht haben, bei Fritz wird die Rohloffnabenschaltung repariert. Morgen, wenn alles wieder in Ordnung ist, berichten wir genaueres dazu. Übrigens fahren wir immer noch mit den ersten Mänteln! Und meine Bremsbeläge, die ich mir nach Indien habe schicken lassen, warten auch noch auf ihren Einsatz! Wir wollen mal sehen, wie lange das Material wirklich hält.