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Der Wolkenpass

Irgendwie hatten wir schon bei der Planung den Wolkenpass in Vietnam in unsere Liste aufgenommen. In vielen Berichten wurde er so begeistert und auch als anspruchsvoll beschrieben- da mussten wir natürlich hoch. Auch wenn er insgesamt nur knapp 500 m ist, also nicht die Welt- aber die können es auch in sich haben. Also näherten wir uns mit gebührendem Respekt, Fritz´ Garmin zeigte auch eine ganz ordentliche Steigung. Er ist wirklich ein richtiger Pass, schön zu fahren, mit beeindruckendem Panorama über die Bucht von Da Nang.


Etliche Reiseagenturen bieten Motorradtouren über den Pass an und so fanden sich oben auf der Passhöhe viele aufgekratzte Touristen, die im Pulk den Ausflug genossen. Wir sammelten seit langem mal wieder einige erhobene Daumen beim Hochstrampeln. Wenn man von oben nach Norden sieht, weiß man, warum er „Wolkenpass“ heißt.
Die Abfahrt war ein Genuss! Nicht zu steil, sodass wir bremsenschonend fahren konnten, wenig Verkehr, denn der fährt durch den Tunnel.
Unten durften wir eine echte Schrankenwärterin bei der Arbeit sehen!

Über etliche Kilometer standen am Straßenrand kleine Stände mit Flaschen mit gelber oder weißer Flüssigkeit. Zuerst dachten wir an Schnaps, denn dazu sahen wir immer etwas, was wie eine Destille aussah. Beim Nachfragen und Riechen wurde dann klar, dass es Eukalyptusöl war! Und dann sahen wir auch überall die Blätterhaufen!

Es war ziemlich heiß bei hoher Luftfeuchtigkeit und wir tropften so vor uns hin. Unterwegs wurden wir immer wieder von Schweinetransportern überholt. Die Tiere dauerten uns sehr. Auch wenn sie ab und zu nass gespritzt wurden.
Unsere Bigotterie was Tierschutz und Massentierproduktion angeht kennen die Menschen in Südostasien nicht. Da sind sie eindeutig oder sie ist zumindest für uns nicht sichtbar. Und ein buddhistisch achtsamer und wertschätzender Umgang mit Tieren ist uns noch nicht aufgefallen. Die vietnamesische Küche ist recht fleisch- und fischlastig. Vegetarier klagen manchmal über eine eingeschränkte Menueauswahl.


Noch ein Wort zum Thema heiß und feucht. Vielleicht fragt Ihr Euch ja, wie wir das mit der Wäsche machen? Nein? Nicht? – Ich erzähle es trotzdem:
Normalerweise haben wir in Südostasien abends eine Duschmöglichkeit. Es hat sich bewährt, die Radklamotten auf den Boden zu legen und beim Duschen heftig darauf herumzutrampeln. Dann nochmal kurz nachspülen- fertig. Aufhängen im Zimmer oder draußen auf den Rädern oder wenn vorhanden, Terrasse oder Balkon. Morgens sind sie dann mit viel Glück halbwegs trocken. Wenn wir einen Tag Pause haben, nutzen wir dann gerne ein Loundry-Angebot. Die Wäsche duftet doch ein wenig frischer danach.

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