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Nun also Mexiko!

Die Grenze war unkompliziert. Ausreisestempel USA nicht nötig, Zettel ausfüllen im Migration-Office, jeder 29 $ bei der Bank einzahlen, Einreisestempel. Der Zoll hat uns ohne Gepäck-Check durchgewunken. Erik stand schon da, hatte nix ausgefüllt, nix bezahlt, keinen Einreisestempel. Könnte bei der Ausreise Ärger geben! Also zurück. Eine halbe Stunde später war das erledigt; da hatten wir schon unsere ersten mexikanischen Tacos und Enchiladas weg. Nach Verabschiedung von Erik, der andere Pläne hat, hatten wir eine Enttäuschung wegzustecken: Unser Warm-showers-Gastgeber in Tecate war nicht zu finden. An der angegebenen Adresse war er vollkommen unbekannt und auch mit Hilfe englisch sprechender Passanten nicht aufzuspüren. Telefon hatte er nicht angegeben; also sind wir dann in ein Motel. Wir hatten ja gehofft, um Tijuana herum zu kommen. Aber dann hätten wir uns auf die Autobahn Correo 2000 trauen müssen. Es heißt immer, kann man ruhig machen in Mexiko, aber wir haben es, so am ersten Tag, nicht gewagt. Also mussten wir rein, bis ins Zentrum. Alles in Allem nicht gerade die Perle der Baja. Die Randbezirke erinnerten uns an …

Die letzten Kilometer in den USA

Die nächsten drei Tage zur mexikanischen Grenze gestalteten wir als eher kurze Etappen und genossen die Höhenmeter (haha). Eine Überraschung in Ocotillo, einem Winzort (200 EW) mit allem was man braucht. Da es der letzte Ort vor dem (mal wieder) längeren Aufstieg war, blieben wir. Hinter dem kleinen Cafe/Store stellten wir unser Zelt auf. Im Windschatten, denn der Wind war wieder unser Sparringspartner. The Redfeather heißt der Laden. Der Besitzer ist ein griechischstämmiger ehemaliger Profimotocrossfahrer, der diesen Laden mit Frühstück und Lunch um 14.00 Uhr schließt, um um 14.30 Uhr die Bar The Great Escape ca. 100 m entfernt aufzumachen. Am Wochenende organisiert er Motocrossrennen und gibt auch Unterricht. Außerdem ist er Sammler von allem Möglichen. Da wir seit einiger Zeit auf dem Fernradweg “Southern Tiers” (von San Diego nach Florida) fahren, treffen wir tatsächlich Radfahrer. Und in Ocotillo sind wir abends zu fünft! Erik, ein Holländer (Endvierziger bis Mitfünfziger?), wie wir auf dem Weg nach Mexico und drei Jungs aus Colorado auf dem Weg nach Florida. Erik ist den “Great Divide” gefahren, eine Mountain …

Ein etwas anstrengender Tag

Vorgestern hatten wir einen etwas anstrengenden Tag. Wir sind einigermaßen früh in Blythe gestartet mit 7 Liter Wasser an jedem Rad (übrigens zum Teil gefroren, wodurch man den ganzen Tag halbwegs kühles Trinkwasser machen kann). Laut Wetter-App sollten wir eigentlich Nordwest-Wind haben. Aber die App weiß natürlich nicht wo wir fahren würden. Der Wind sah das aber und deswegen kam er verabredungswidrig aus Südwest. Zunächst war’s ja potteben im Tal des Colorado, das intensiv zur Produktion von Baumwolle und anderseits  Heu und anderem Viehfutter genutzt wird. Wozu wird das genutzt? Z.B. für riesige Rinderställe: Der auf den Fotos hat geschätzt sicher um 100 000 Tiere, die dann zu Burgen verarbeitet werden. Durch diese und andere Wasserentnahmen kommt der Colorado längst nicht mehr im Golf von Mexico an. Erinnert ziemlich an den Aral-See! Nach etwa 30 km gab es in Palo Verde noch eine Tanke mit Cola (refill) und dann die nächsten 70 km gar nichts, kein Haus, nur die Straße mit rauhem Asphalt, mal mit shoulder (Seitenstreifen), mal ohne. Und den Wind, immer von vorne. …

Volles Programm

Nach drei Tagen Las Vegas musste es nun weitergehen. Leider mit etwas Verzögerung. Schwungvoll ging´s vom Hof de Motels- ca. 200 m weit, dann stand Fritz und fummelte an der neuen Kette. Sie sprang immer über. Er ärgerte sich, dass er nach dem Wechsel der Kette keine Proberunde gedreht hatte. Nun – zweimaliges Kürzen brachte keinen Erfolg. Ratlosigkeit. Wir fuhren zurück und nutzten im Motelhof das Internet sowie den Schatten. Nach längerem Hin und Her inclusive Telefonkonferenz mit Fa. Schael war klar; die neue Kette passte nicht zum alten Ritzel. Also schnell die alte Kette vom Schrotthändler nebenan wiedergeholt und aufgezogen- alles bestens! Wir kamen erst um ca. 10.30 Uhr los und es folgten 94 km, davon die letzten 50 km mit stetem Anstieg, Regenfront und einem ziemlichen Gegenwind. Doch wir mussten nach Searchlight, dem nächsten Ort. Dazwischen gab es nichts außer Landschaft- wie übrigens meistens in dieser Gegend. D.h. wirklich nichts! Gestrüpp, manchmal kleine Kakteen, harte Gräser, manchmal nur Geröll, Sand, Steine. Und Weite. Irgendwo Zelt aufbauen trauen wir uns nicht wegen der vielen …

Las Vegas

Wir sind insgesamt drei Tage hier. Im Galaxy, einem kleinen Hotel direkt an der Rückseite des Luxor, haben wir uns eingebucht. Der erste Tag war geprägt durch die Suche nach einem Zahnarzt. Ihr erinnert Euch. Es war Samstag und obwohl wir mit Nachfragen auch zwei Zahnkliniken fanden, hatten sie zu. Es gibt auch hier Öffnungszeiten. Im Hotel hat uns die sehr zugewandte beherzte Dame an der Rezeption die Telefonnummer des zahnärztlichen Notdienstes gegeben. Ich angerufen, und mit dem Zahnarzt einen Termin bei sich in der Praxis vereinbart, ca. 6 km entfernt. Frisch geduscht schwangen wir uns auf die Räder und radelten über den Strip dorthin. Es machte Spaß, denn auch in Las Vegas bist du mit dem Rad genauso schnell wie mit dem Auto. Der Zahnarzt, ein sportlicher Typ irgendwo zwischen 55 und 65, war sehr nett und zugewandt, zwei kleine Praxisräume in edlem Design. Ich musste einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen, Aufklärungsbogen, Einverständniserklärung, dann machte er eine Röntgenaufnahme mit einem kleinen Handgerät, das das Bild sofort auf den PC brachte. – Tja und dann erklärte …

Eine romantische Zeltübernachtung

Bis nach Las Vegas waren es nochmal knapp 100 km und wieder gab es da eine kleine Herausforderung, die auf uns wartete. Erstens wartete die nächste Bergkette, die nach Fritz Navi 30 km strammen Aufstieg prophezeite und zweitens sollte es nach unseren Informationen auf 18 km eine Baustelle mit teilweiser Straßensperrung und vor allem Fahrradverbot geben. Wir beschlossen zu fahren und dann zu nehmen wie es kommt. Wir wollten uns auf jeden Fall irgendwo unterwegs in die Büsche schlagen und zelten. Wasser und Essen hatten wir genug dabei. Der Highway war auf der ganzen Strecke vierspurig ausgebaut. Der Verkehr hielt sich in Grenzen, mit Freitag hatten wir ja wieder mal den richtigen Wochentag, um in eine Riesenstadt zu radeln, erwischt. Egal. Das Gute hier ist, dass fast überall ein sehr breiter Seitenstreifen ganz ausdrücklich als Bike lane ausgeschildert ist. Da liegt zwar ein bisschen Schotter, Glassplitter oder Sonstiges, aber im Großen und Ganzen weniger als auf vielen unserer Radwegen und die Beschaffenheit ist erstklassig. Die Steigung war – wie häufig- gnädig mit uns. Die Baustelle …

Amargosa Opera House

Tja, die Überraschung war groß als wir die DVJ erreichten. Da gab es – nichts. Außer einer Cannabisplantage. Unterwegs hatten wir unseren ersten Reiseradler getroffen, ein junger Engländer, der uns entgegenkam und meinte, es würde uns dort sicher gut gefallen, eine positive Überraschung.- Zuerst dachte ich, er meinte die Cannabispflanzung. Aber nein, neben der Kreuzung kamen ein paar Häuser in Sicht und bei genauerer Betrachtung prangte auf einem „Amargosa Opera House“. Und das große Geviert mit umlaufendem Säulengang war ein Hotel! Als wir zum Eingang kamen, saßen zwei Frauen draußen, grüßten freundlich und verneinten unsere Frage nach einem Restaurant bzw. etwas zu Essen. –Wir hatten schon seit einigen Kilometern die Zusammensetzung unseres „verdienten“ Frühstücks bzw. lunches diskutiert.- Das Restaurant hätte in dieser Jahreszeit nur am Wochenende geöffnet. Sie hätten einen Geschenkeshop mit Getränken und Snacks, mehr nicht. Alles was wir fanden, war ein Eis und eine kleine Tüte Chips nebst Cola und Wasser. Nach dem ersten Frust, nahmen wir´s wie es war und öffneten die Augen. Dieses Hotel nebst Opern Haus ist so was Irres! …

Bad Water und Golden Canyon

Bad Water und Golden Canyon Wir sitzen jetzt zwar schon in Las Vegas, aber dennoch machen wir drei Artikel aus der Zwischenzeit bis hierher. Es sind zu viele kleine Geschichten und schöne Fotos für einen Beitrag. Also zuerst Bad Water. Der niedrigste, heißeste und trockenste Punkt in Nordamerika und der Ort, an den wir nun unbedingt mit dem Fahrrad hinwollten. Dafür sind wir drei Tage in Furnace Creek geblieben. Ein Tag ankommen und am Pool abhängen. Am nächsten Morgen früh (leider hat mein Wecker nicht gekräht, deshalb nicht ganz früh) um 6.10 Uhr bei angenehmen 27° C ohne Gepäck aber mit viel Wasser die 30 km hingeradelt. Übrigens kann man am Visiters Center gekühltes Wasser abzapfen! For free! Das ist wirklich genial, denn sonst gibt es kein Trinkwasser, außer teuer in Flaschen. Also im Rückblick war es völlig ausreichend um 8.00 Uhr dort zu sein, denn die Sonne kam erst langsam über die Berge gekrochen und so nahmen wir uns Zeit für Fotoshooting. Fritz suchte intensiv in den verbliebenen hochkonzentrierten Salzpfützen nach Leben und fand …

Wir sind drin! Oder besser gesagt unten!

Das letzte mal als wir uns meldeten, saßen wir an einer Tankstelle im Schatten und schlürften Cola. Jetzt liegen wir auf Liegestühlen am Pool! Kein Witz! Und dazwischen? Na ja, von nix kommt nix, könnte man sagen. Die Nacht in Panamint Springs war um 3.00 Uhr vorbei; bis wir aufgerödelt hatten war es 4.00. Und tatsächlich hatte der Wind nachgelassen und ein wenig zu unseren Gunsten gedreht. Ich war noch ziemlich übermüdet und matschig im Kopf, als wir uns bei Quasivollmond (wie Fritz es geplant hatte) die ersten 5 km runterrollen ließen. Die hatten mir zwei Tage zuvor beim Raufradeln am Tagesende den Rest gegeben, trotz nur gelinder Steigung. Also, durch eine mondbeschienene stille Landschaft zu fahren, ist schon etwas ganz Besonderes. Hier, wo es richtig still ist, außer der schwarzen (übrigens sehr guten) Straße nur Geröll, Sand und die Umrisse von Felsen und Bergketten zu erkennen sind, ist das Gefühl noch ein wenig intensiver. Tatsächlich kamen ab und an Autos vorbei, langsam krochen die Scheinwerfer näher, huschten die Autos vorbei und krochen weiter den …

Auf dem Weg in den Glutofen

Im Augenblick sitzen wir wie im amerikanischen Movie an einer Tanke auf den Stühlen im Schatten bei 36°C, schlürfen Cola refill, machen Internet und schauen uns die grandiose Kulisse an. Wir sind in Panamint Springs, nur noch ein Pass trennt uns vom Death Valley. Der hat es allerdings in sich: 1100 Hm auf ca. 15 km. Deshalb (nicht nur aber auch) genehmigen wir uns heute den ersten Pausentag. Leider hat der Wind, der gestern noch unser Freund war, den Ruf nicht gehört und statt zu drehen noch weiter aufgefrischt. Die Wetterapp meint zwar, er würde heute nachmittag ein wenig Einsehen haben, aber wir werden sehen- ändern können wir es eh nicht. Unsere Planung besagt, heute rumhängen, früh hinlegen, um 3.00 Uhr raus, um 4.00 Uhr auf der Piste und dann bis 9.00 Uhr zur Passhöhe. Ich habe gehörigen Respekt davor, da mir der gestrige Tag noch in den Knochen steckt. Er brachte uns zwar ganz berauschende ewige Abfahrten und damit geschenkte Kilometer, aber die langsamen Aufstiege unter der harten Sonne machen mir echt zu schaffen. …

erste Etappen

Gestern sind wir nach einem guten Frühstück erst um ca. 10.30 Uhr von unserem Freund Axel losgekommen. Dann ging es 40 km durch eine einzige „Automeile“  (Reparaturen, Handel, Schrott, Versicherungen ….) Richtung Nordwesten. Wir hatten beschlossen, nicht den direkten Weg nach Palmdale zu nehmen, denn das wäre eine ziemlich harte Bergetappe geworden, sondern außen rum zu fahren. Da konnten wir kalifornische Bikelanes ausprobieren- richtig gut! Und auch gleich wieder die amerikanische Freundlichkeit erleben: viermal wurden wir positiv von Leuten angesprochen. Für abends hatten wir einen „Group campround“ im Auge. Allerdings war der wirklich für Gruppen, z.B. Pfadfinder, gedacht. Uns hätte man dann wirklich ausnahmsweise als Minigruppe durchgehen lassen, aber: Gruppe kostet 100 § !!! Da haben wir umdisponiert und sind zu einem See gefahren, an dem man campen könne. Das war auch so; nur sind wir zuerst an der falschen Seite gelandet- ein Park, der nur tagsüber genutzt werden darf. Wir dachten, egal, schöner Platz, alles da, wir bauen in der Dunkelheit auf und fahren früh wieder ab- Pustekuchen. Kaum hatten wir das Zelt aufgebaut, …

Los Angeles

Eigentlich mögen wir das Fliegen ja gar nicht, schon gar nicht mit Fahrrädern. Meistens geht doch irgendwas kaputt. Die Lufthansa macht da eigentlich keine besonderen Vorschriften, nicht mal eine Obergrenze für Maße oder Gewicht. Da haben wir nach Demontage von Lenker, Sattel und Pedalen die Räder in Luftpolsterfolie eingewickelt und darüber so eine elastische Haushaltsfolie gezogen. Das wurde beim Vorabend-Einchecken ohne Zögern akzeptiert. Im Flieger sitzend konnten wir zufällig sehen, wie die Räder verstaut wurden, nicht ganz so sanft, wie wir uns das gewünscht hätten, aber noch eben akzeptabel. Anschließend haben wir keine Schäden festgestellt. Der Flug ging über Grönland: phantastische Landschaft! Allerdings könnte es sein, dass die Schneebedeckung früher stärker war. Und der Luftverkehr, den wir jetzt gerade nutzen, hat ja einen nicht unerheblichen Anteil am Klimawandel. Es bleibt ein ungutes Gefühl. Um 17:15 (Ortszeit) war Landung. Wegen unseres zwischenzeitlichen „Schurkenstaat“-Besuches (Iran) und unseres acht Jahre alten 10-Jahres-Visums hatten wir etwas Respekt vor dem Immigration-Officer.  War aber alles völlig problemlos: In der Halle stehen in langen Reihen Visum-Prüfautomaten: einige Fragen beantworten (Geschäftsreise-nein, Lebensmittel-nein, Drogen-nein …

Warming up

Die Abreise war ja schon toll, mit vielen Nachbarn und Freunden und Sekt am Stehtisch, vielen Umarmungen und (meinerseits) auch ein wenig Rührung und Wehmut. Detlef hat unsere Räder und uns mit nepalesischem Mandala-Sand gesegnet. Etliche Freunde haben uns auf den ersten Kilometern begleitet, teils bis Braunschweig. Detlef fährt gar bis nach Frankfurt mit! Wir hatten –mal abgesehen von dem Gegenwind- allerbestes Reisewetter; nur am letzten Tag hat es ein wenig getröpfelt. Da hatten wir über den Vogelsberg zu fahren, und das war eine geniale Strecke, die uns unser Campingplatzwirt empfohlen hatte: die „Vulkanroute“, die sehr überwiegend aus ehemaligen Bahntrassen bestand mit der entsprechend geringen Steigung. Jetzt sind wir bei Frankfurt, direkt unter der Flughafen-Einflugschneise, verpacken unsere Räder und unser Gerödel. Detlef ist eben abgereist zu einer Tour entlang der Isar. Wir wollen heute noch unser Gepäck und die Räder abgeben. Morgen Mittag geht der Flug ab  … und dann wird’s ernst!

Reisevorbereitungen

Langsam nähert sich der Abreisetermin. Die Räder sind ziemlich fit, die Ausrüstung wird langsam zusammengetragen, Werkzeug, Ersatzteile, Medizin-Päckchen … Wir werden ab Sonntag, den 9.9. in Begleitung eines Freundes losradeln nach Frankfurt, wo wir einen Tag Zeit haben, Gepäck und die Räder flugfertig zu machen. Am 15. 9. fliegen wir nach Los Angeles. Die geplante Strecke in Südwest-USA wird ja eher eine mentale und körperliche Herausforderung. Da haben wir schon einigen Respekt, in unserem fortgeschrittenen Alter! Respekt haben wir allerdings auch vor der weiteren Route: die Sicherheitslage ist in einigen dieser Staaten Mittelamerikas nicht so prickelnd, und wir haben auch einen sehr traurigen Anlass daran zu denken, dass man nicht vorsichtig genug sein kann. Wir werden aber gut auf uns aufpassen: etwas abweichend davon, wie wir im Zeitungsartikel kürzlich zitiert wurden, werden wir nicht die Touri-Orte abradeln. Acapulco z.B. hätte mich ja schon interessiert, geht aber gar nicht, die ganze Gegend ist hochgefährlich. Wir haben uns eine Route zurechtgelegt, die Hinweise von einigen Landeskundigen und die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes berücksichtigt. Wir werden vermeiden, bei …

Wir wollen wieder los

Braucht es eine Begründung? Wir denken nicht, aber vielleicht sind ein paar Gedankenstriche angebracht: Die Neugierde ist immer noch da. Die Sehnsucht nach dem ganz anderen Leben auf dem Rad. Mein Projekt: „Zuhause ein einfaches Leben einfach zu leben“ kann ich vorerst als gescheitert betrachten. Nicht, weil es grundsätzlich nicht möglich wäre, sondern weil ich so strukturiert bin, dass ich die Fähigkeit habe, schnell und zielsicher komplexe Situationen wahrzunehmen, anzunehmen und gestalten zu wollen. Verantwortungsgefühl, Gestaltungswille, Selbstwirksamkeitsbedürfnis, Freude am Netzwerken und strategischem Denken und Handeln – und schwupps ist das Leben wieder voller Ansprüche, Anforderungen, Aufgaben. Dazu kommt die Bequemlichkeit, Lust am Luxus und Genießen. Was unterwegs gut gelingt: den Beobachterstatus beizubehalten, den interessierten empathischen Blick auf Fremdes und manchmal Befremdliches zu halten, ohne den Anspruch zu entwickeln, alles verstehen zu wollen, zuzulassen und sogar als Bereicherung zu empfinden, dass es so viele verschiedene Arten des (Zusammen)Lebens, der Lebensbedingungen und –verhältnisse gibt. Der Preis, den wir dafür zahlen heißt: Fremde zu sein, nicht wirklich zu verstehen, kein Teil der Gemeinschaft zu sein. Und während ich …

Kurzvorträge auf der Radmesse in Kiel

Am 11.03. sind wir Teil des Rahmenprogramms der  Fahrradmesse in Kiel.  Jörn Tietje berichtet über seine Radreisen in Peru und Bolivien sowie Namibia. Sophia-Maria Antonulas stellt die Initiative Fahrradfreundlicher Arbeitgeber vor. Wir berichten außer über den Pamirteil der letzten Tour  auch über drei unserer früheren Urlaubstouren in Europa: Masuren Von Usedom über Kaliningrad und kurische Nehrung nach Kleipeda Tschechientour Dabei waren wir zu dritt bzw. zu viert unterwegs.     An einem kleinen Stand stehen wir mit unseren Räder samt Equipment für  Fragen und zum Austausch zur  Verfügung. Vielleicht bis bald Karin und Fritz  

Vortragstermin in Weidenhausen bei Wetzlar

Die  Tauchfreunde Lahn-Dill Kreis organisieren einen Vortragsabend für und mit uns. Wir halten unseren bewährten Vortrag, keinen Taucherspezifischen. Er findet statt im Dorfgemeinschaftshaus in Weidenhausen, Durchardt-Str. um 19.00 Uhr. Wer Interesse hat, oder jemanden kennt, der jemanden kennt… Für den Abend wird ein Obulus fällig. Weitere Infos bei: info@tauchfreunde-lahndill.de  

Vorerst letzte Gelegenheit unseren Vortrag zu erleben

Am 05.11. um 17.00 Uhr in der Stadthalle Wittingen habt Ihr noch einmal die Gelegenheit, unseren Vortrag mitzuerleben. Diesesmal ist es etwas ganz Besonderes, denn Ihr könnt auch durch unsere Fotoausstellung schlendern. Und außerdem gibt es leckeres Fingerfood nach landestypischen Rezepten. Und wer sich so inspirieren lässt, dass er gleich nach einem neuen Rad sucht- Wittinger Fahrradhändler stehen zur Beratung  bereit. Wir freuen uns auf Euch!

Weiterer Vortrag

Wir sind nun schon über ein Jahr wieder zurück und tief eingetaucht ins Hier und Jetzt. Und gleichzeitig hält ein Teil von uns immer etwas Distanz zum Leben hier, dem Alltag, den komplexen Herausforderungen und den Bequemlichkeiten. Häufig blitzen Assoziationen von Situationen in ganz anderen Kontexten auf – und relativieren damit den Absolutheitsanspruch an die “Realität”, wie wir sie hier wahrnehmen. Um uns diese Frische etwas zu bewahren, nutzen wir gerne die Gelegenheit in der ein oder anderen Weise von unseren Erlebnissen und Eindrücken zu berichten. Hier ist die nächste: Ein Vortrag in Wolfsburg im Rahmen des Erzählcafe des Frauenzimmers e.V. mit dem Titel Frauen: Beruf und Berufung hier und anderswo Eindrücke, Fotos und Geschichten der Weltumradlerin Karin Klaus-Witten Di. 19.09.2017 17.00 -19.00 Uhr Stadtjugendring , großer Saal Kleiststr. 33 Die Begegnungen mit Frauen in ihren jeweiligen Lebenswelten,-oft an der Straße, auf den Märkten oder bei ihnen zuhause- waren immer wieder interessant, spannend, berührend. Wie erwirtschaften Frauen ihren Lebensunterhalt? Wie ist ihr Zugang zu Bildung? Welcher Art von Arbeit können, dürfen, wollen oder müssen sie …