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Szenenwechsel

In den nächsten 4 Tagen schwitzen wir wieder vor uns hin. Morgens um 4.30 klingelt der Wecker, damit wir uns endgültig um 5.00 aus dem Bett wälzen und möglichst vor 6.00 auf der Piste sind. Die Morgenstimmung ist etwas ganz Besonderes und wir lieben sie. Wir stellen fest, auch in Laos wirken die Menschen frühmorgens oft verschlafen und dröge. Gewaschen wird sich in den Dörfern häufig an der Pumpe. Die Frauen mit einem Tuch um den Körper. Man schüttet sich Wasser über den Kopf und Schultern, seift sich ein und spült sie wieder ab. Abtrocknen ist eigentlich nicht angesagt, zumindest haben wir nichts dergleichen gesehen- bei der Wärme auch nicht notwendig.
Ca 100 km nach Vientiane ändert sich die Landschaft und wird schon gänz schön spektakulär. Wilde skurrile Felsformationen, die sich aus den Reisfeldern erheben, wilde Bergketten im Hintergrund. In Vang Vieng gibts nochmal Backpacker und Activity satt. Bis vor wenigen Jahren hatte sich hier eine wilde Drogenszene etabliert mit vielen Toten jährlich- bis der Minister kurzerhand alle ungenehmigten Bars hat schließen lassen und den 24 Std Partys mit Sperrstunden den Garaus gemacht hat. Nun ist Vang Vieng wieder ein Eldorado für Kajaking, Tubing, Rafting, Klettern, Treckking … und in Maßen Partys.
Wir ziehen weiter nach Norden. Eigentlich wollten wir Luang Prabang auf Lücke setzen, denn der Abstecher würde uns eine Woche kosten. Dann haben wir uns entschieden von Phou Khoun aus den Bus zu nehmen. Wir haben die Räder in einem Guesthouse stehen lassen und sind 4 Std mit dem Localbus über die Berge nach Luang Prabang gefahren. Ein sehr schön restauriertes Städtchen, Weltkulturerbe mit Tempel, Palast und vielen französisch anmutenden Kolonialstilhäuschen. Und der Mekong strömt vorbei. Wir sind nicht völlig aus dem Häuschen, inzwischen vielleicht schon wieder etwas tempelsatt, aber wir hätten sicher im Nachhinein bedauert, wenn wir nicht hergekommen wären.
Die Fotos dazu gibts später.

Wir fragen uns, wie sich diese vielen Guesthouses, Restaurants, Boote, Tuktuks, Straßenstände etc. halten können. Natürlich sind hier viele Touristen, aber keine Ströme oder Busladungen, wie wir das aus anderen Gegenden und Städten kennen. Vielleicht ist es in der Hauptsaison anders. Die Preise sind sehr breit aufgefächert. Auf dem Nachtmarkt haben wir für unser Essen genausoviel bezahlt wie in einem Restaurant für´s Bier. Unser Zimmer ohne Fenster und Klimaanlage kostet 7 €, es geht aber auch locker für 500 €/Nacht.
Die nächste Zeit werden wir wohl wieder günstig leben, denn Richtung Osten durch die Berge werden wir kaum Gelegenheiten finden viel Geld auszugeben. – Denken wir.

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