Monate: Januar 2019

Tikal

Tikal ist sowohl Weltkulturerbe als auch Weltnaturerbe, sagt wikivoyage und gehört für viele Touristen zum Pflichtprogramm in Guatemala. Tikal war eine der bedeutendsten und größten Städte der klassischen Mayaepoche (3.-9.Jhdt). Neueren Forschungen zufolge sollen zur besten Zeit bis zu 50.000 Menschen in der Stadt und bis zu 1 Million in der Region von Tikal gelebt haben. Gegründet wurde sie schon 900 v.Ch. Allerdings dauerte es wohl 500 Jahre bevor feste Bauten entstanden. Bis ins 9. Jhdt. wurde noch weitergebaut (10.000 Bauten sollen es sein, die meisten unter dem dichten Dschungel nur als Hügelstruktur erahnbar), dann schwand erst die Macht und  anschließend die Menschen. Es dauerte 900 Jahre, bis die Stadt wiederentdeckt wurde. Ist das nicht irre? Anders als in Chichén Itzá in Yucatan liegt die Anlage 30 km weit im Dschungel und ist bei weitem nicht so stark mit Verkaufsständen bestückt. Kein Wunder, denn das Gelände ist so riesig, und die Wege so weitläufig, dass wohl nur am Eingang die kritische Kundenmasse erreicht wird. So erklären wir uns das Phänomen der Ruhe. Ursprünglich stand Tikal …

Materialschäden: Nachtrag

Eine sehr blöde Geschichte ist die Sache mit unseren Zelt-Reißverschlüssen. An den zwei Zugängen zum Zelt gibt es jeweils mehrere Reißverschlüsse. Aber immer mehr dieser Reißverschluss-Schlitten schließen nicht mehr richtig, d.h. hinter dem Schlitten geht der Verschluss wieder auf. Diese Schlitten kann man austauschen. Zwei Ersatzschlitten hatten wir mit, einer funktioniert, der andre tut’s nicht. Unsere Tochter hatte welche zu unseren Freunden in Puebla geschickt; die kamen aber leider dort nicht an. – Unser Helsport-Zelt ist an sich prima, wir lieben es. Ist jetzt sechs Jahre alt und vielleicht 300 Tage benutzt. Da sollten doch nicht die Verschlüsse kaputt gehen, oder??? Noch ein kleiner Nachtrag meinerseits (Karin): Wer sich an die Asientour erinnert, dort habe ich mir in Indien eine Rippe gebrochen. Nun, an der wunderbaren idyllischen Lagune Sijil Noh Ha, wo wir am 27.12. in einer Cabana übernachteten, habe ich mich auf dem glattglitschigen Steg beim Versuch, dem plötzlichen Regenguss zu entkommen, sauber langgemacht. Es hat richtig geplatscht, ohne Abfangbewegung. (Ich sollte doch über Sturzprophylaxetraining nachdenken). Und wieder scheint es eine Rippe erwischt zu haben. …

Flores

  … ist ein kleines koloniales Städtchen auf einer Insel im Lago Petén Itzá, an dem ja auch El Remate liegt, verbunden mit den Festlands-Städten  St. Elena und San Benito über einen künstlichen Damm. Die sehr pittoreske Insel hat einen ordentlichen Buckel, auf dessen Spitze man die Kirche und der zentrale Platz findet. Die Insel allein soll 11.000 Einwohner haben, was man sich kaum vorstellen kann, denn eigentlich ist sie sehr überschaubar und mindestens die Hälfte der Häuser sind Hotels, Restaurants und Vermittler irgendwelcher Touren, z.B. nach  Tikal. Flores ist ein guter Ausgangspunkt für Besichtigungstouren zu diversen Mayastätten und ist deshalb bei allen Reisenden beliebt. Mitte Januar gibt es traditionelle Festtage und so durften wir erleben, was man hier so unter feiern versteht. Auffällig war die ausgelassene Stimmung über mehrere Tage hinweg. Vieles hat mit lauten Geräuschen zu tun: Umzüge mit Blasmusik, Wahl der Miss Flores, Life-Konzerte, Feuerwerk, besonders gerne Kanonenschläge zu jeder Tages- und Nachtzeit. Beindruckend war ein herumwirbelnder Mann mit einem mobilen Feuerwerk auf dem Rücken, der durchaus Publikums-Kontakt gesucht hat, so dass …

Materialschäden

Auf dieser Reise haben wir doch mit mehr Materialschäden zu tun als uns lieb ist, teils aber auch selbst verschuldet. Z.B. die Sache mit meinem Ritzel in Las Vegas. Da hatte ich mir –kleiner Denkfehler- vor der Reise ein altes Ritzel eingebaut. Als ich die verschlissene Kette gewechselt habe, kam die neue Kette mit dem alten Ritzel aber nicht zurecht und sprang dauernd über. Neues Ritzel hatte ich mit, aber nicht das notwendige Spezialwerkzeug (Kettenpeitsche). Leider hatte ich die alte Kette gleich am Abend über den Zaun eines Schrottplatzes geworfen. Da musste ich dann morgens hin und sie wieder suchen. Kette und Ritzel wurden dann mit Hilfe eines Radladens in El Centro, Kalifornien, gewechselt. – Ja, wie blöde kann man denn sein!!! Bei meinen Ortlieb-Taschen sind zwei Schnallen gebrochen; kein Problem, man kann improvisieren oder hat Ersatz. Auch ist eine Tasche etwas undicht geworden und musste mit Silikon-Kleber abgedichtet werden. Nach 20 Jahren darf man ja eine gewisse Materialermüdung zugestehen. Karin hatte wochenlang ein Tretlager-synchrones Knistern. Das Tretlager ist aber neu. Wir haben den Rahmen …

Belize-City bis El Remate

In Belize City lernten wir im Restaurant den Dub-poet Grandmaster of Belize, Leroy Young kennen. Eine beeindruckende Persönlichkeit, der uns seine Lebensgeschichte in Kurzform und ein paar Beispiele seiner Dichtkunst schenkte. Ist einiges im Internet zu finden über ihn. Unterwegs getroffen: Eine junge Frau mit 12 Wochen altem Baby, arbeitet mit ihrer Mutter im Restaurant, und eine Frau im Rollstuhl vor einem Supermarkt, wo sie immer sitzt, um unter Leuten zu sein und weil sie ab und zu etwas Essen oder Geld bekommt. Vor 5 Jahren Schlaganfall, keinerlei finanzielle staatliche Unterstützung, Kinder und Enkel kümmern sich. Nach längerem Hin und Her hatten wir uns entschieden, den Belize Zoo doch zu besuchen. Obwohl wir keine Zooliebhaber sind. Aber es hieß, es würden dort ausschließlich einheimische Tiere gehalten und dazu nur Tiere, die aus verschiedenen Gründen in der Wildnis nicht überlebensfähig seien. Verletzt, als Haustiere missbraucht und von dort befreit, als Jungtiere Mutter verloren. Und ich muss sagen, es war ein tolles Erlebnis. Der Zoo liegt an der Landstraße im Nichts, bzw. im Dschungel. Die Gehege sowie …

Trauminsel Cay Caulker

Wir haben die Tage auf der Insel sehr genossen. Geruhsame, entspannte Aktivität überall. Das Wetter war nicht ganz so entspannt, aber mit einem Dach überm Kopf und bei den Temperaturen ist es ok. Was uns gefallen hat: Die Unterkünfte sind sehr individuell gestaltet und scheinen oft in Familienhand zu sein. Es leben auch noch Einheimische hier und deren Häuser sind zwar inzwischen an den Rand der Insel gedrängt und sehen natürlich nicht so schnieke aus, aber irgendwie wirkt es noch wie ein Ganzes. Das Bewusstsein für Müll und begrenzte Ressourcen ist zumindest ein Thema, wenn auch noch nicht wirklich angekommen. Mehrmals fiel tagsüber für ca.30 min der Strom aus. Der Dieselgenerator, der die gesamte Insel mit Strom versorgt, kommt schon öfter an seine Grenzen. Das bedrückt uns schon sehr. Einfach gruselig, dass gerade die einfachen Straßenstände alle mit Styroporschalen und –bechern hantieren. Übrigens wird in ganz Belize Trinkwasser in ¼-Liter Folienbeuteln zum Trinken verkauft. Man reißt eine Ecke ab, nuckelt die Tüte leer und dann- ab in die Landschaft damit. Das Essen hier: Spezialität sind …

Adios Mexico, hello Belize

Glaubt bloß nicht, nur bei Euch rennt die Zeit! Nun ist es schon der 04.01.19, wir sitzen auf der kleinen Karibikinsel Cay Caulker (Belize) und Ihr seht uns immer noch in Tulum beim Weihnachtsrummel. Also will ich Euch mal wieder im Schnelldurchgang mitnehmen. Die letzten Tage in Mexico haben uns nochmal eine neue Seite gezeigt. Zwischen den Orten ist zwar nichts, dennoch führen links und rechts der Straße unbefestigte Wege zu wunderschönen versteckten Lagunen, kleinen Ortschaften oder Plätzen. Wir fanden ein ganz traumhaftes kleines Eco-Camp-Resort „Siijil Noh Ha“, von Mayas betrieben, an einer Lagune mit Cenote, wo wir fast alleine waren. In Buena Vista, einem kleinen Dorf am Rand der großen Lagune, zelteten wir auf dem Gelände des öffentlichen Bads und trafen auf drei radelnde Österreicher, die ebenfalls auf dem Weg nach Süden sind. Diese Lagune ist einfach fantastisch. Türkisfarbenes klares Wasser, weißer Sandgrund, Mangrovenufer (in denen Krokodile, Schlangen und Manatis leben – keine gesehen). Bacalar, ein laut vieler Traveller und Reiseführer ein „Must“ hat uns erstmal etwas abgenervt, da die angekündigten Campingmöglichkeiten entweder nicht …