Son My
… vielleicht besser bekannt als My Lai: das war eines der Dörfer, in dem die US-Army 1968 ein Massaker anrichteten. Als dies bekannt wurde, verbunden mit dem Namen des Leutnant Calley, kippte in den USA und weltweit die Stimmung bezüglich des Vietnam-Krieges. Calley kam übrigens mit drei Jahren Hausarrest davon. Francis Ford Coppola hat diesem Massaker in der Eingangsszene seines Films „Apocalypse now“ ein grausiges Denkmal gesetzt. Die jetzige Gedenkstätte zeigt die Ruinen des Dorfes quasi für die Ewigkeit in Beton gegossen. Auf den Wegen, ebenfalls aus Beton, sieht man die Abdrücke von nackten Vietnamesen-Füßen, vermischt mit den Abdrücken von Springerstiefeln (was der Lonely Planet als etwas kitschig bezeichnet). Drumherum liegt das jetzige Dorf Son My, geschäftig wie alle vietnamesischen Dörfer. Uns hat diese Gedenkstätte merkwürdig unbeteiligt gelassen. Wir haben viel in der Historie gewühlt und irgendwie ist dies Thema wohl jetzt mal durch.




















