Autor: Karin

Viehmarkt in Osh

Wir berichteten, dass wir unterwegs viele Herden auf der Straße nach Osh sahen, die zum Tiermarkt unterwegs waren. Der Animalmarket fände Samstags und Sonntags statt, leicht zu erreichen mit den Minibussen der Linie 105. Also sind wir Sonntag am späten Vormittag- nach einem ausführlichen Frühstück!- los. Es wurden keine großen Herden gehandelt, sondern Einzeltiere. Vielleicht waren wir dafür zu spät, oder diese werden an einem anderen Platz gehandelt, oder… Nichts destotrotz war der Markt sehr eindrucksvoll für uns. es machte Spaß einfach nur zu schauen. Wir wurden genauso “beschaut” und auch neugierig angesprochen. Hier ein paar Eindrücke:

Der höchste Pass und dann ab in die Wärme

Drei Pässe über 4000m warteten noch auf uns, als wir von Murghab losradelten. Der erste war der Höchste und wir wussten, dass die letzten drei Kilometer steil und grober Schotter sein würden. Bis dahin ging es jedoch durch eine – wie immer – ganz irre Bergwelt. Das Wetter brachte uns zwischendurch weitere kleine abenteuerliche Erfahrungen mit Starkwind von vorne voller Sand und Schneegraupel, eisig kalt. Abends suchten und fanden wir ein Plätzchen für die Zelte- wir waren wieder zu dritt, die anderen trafen wir z.T. erst in Osh wieder. Schnell Zelt aufbauen, kochen, essen und dann ab in den Schlafsack. Um 19.30 Uhr lagen wir im Zelt und lasen mit klammen Fingern noch ein Weilchen. Morgens war es mit -6°C nicht gerade heimelig und wir begrüßten die ersten Sonnenstrahlen, die uns erreichten mit Begeisterung. Der Akbaytal-Pass, 4655m hoch, ist der höchste Pass des Pamir-highways und wir waren oben!! Um 11.30Uhr schoben wir unsere Räder langsam zur Passhöhe und Ihr glaubt es nicht- im selben Augenblick erschien auf der anderen Seite des Passes der Kopf eines …

Murghab

Murghab erreicht! Wir waren schon ganz schön stolz und auch kaputt. Vor dem kommenden höchsten Pass hatten wir jedoch Respekt und dachten, ein Tag weitere Höhenanpassung kann nicht schaden und so legten wir einen Tag Pause ein. Von der Vorstellung, Murghab sei eine Stadt wie Korogh hatten wir uns schon verabschiedet. Einige hatten uns schon vorgewarnt, es sei einfach Alichur in Groß, seit Monaten Stromprobleme und kein Internet. Wir hatten also unsere Ansprüche schon runterreguliert und freuten uns deshalb über das, was wir vorfanden, mehrere homestays und ein Hotel. Wir entschieden uns für das Hotel mit Dusche und vermeintlich stabilerer Stromversorgung. Ein Generator sorgte tatsächlich für stundenweisen Strom und so konnten wir unsere Geräte nach und nach aufladen. Der Bazar war einfach sehenswert. Eine Containerstraße, in jedem ein kleiner Shop, für alles, was der Mensch so braucht. Wir waren ganz glücklich, frisches Gemüse und Obst zu finden. Ein Tag Pause zum Erholen, Wäschewaschen, Essen. Im Laufe des Tages kamen immer mehr Radler an. Ganz schön verrückt! Einige hatten wir schon in Dushanbe getroffen, andere in …

Jurten-homestay

Nach einem wunderbaren Tag auf Asphalt durch ein langes Hochtal mit vereinzelten Jurten, Yak- und Schafherden, Rückenwind und einem fast geschenkten Pass beschlossen wir, nicht nach Murghab durchzufahren-was durchaus möglich gewesen wäre, sondern die Gelegenheit zu einer Jurtenübernachtung zu nutzen. Die Gegend ist so einsam und still, wie es in Europa nicht vorstellbar ist. Sehr vereinzelt mal ein chinesischer Truck, noch seltener ein Jeep, das war´s. Und mitten im Nichts ein Jurtenhomestay. Ein kleines Mädchen, ca. 9 Jahre alt, sah uns kommen und radelte eilig vom Hof die 100 m auf die Straße, um uns zu begrüßen und lud uns mit den Worten „homestay“ ein. Und so hatten wir einen sehr beeindruckenden Abend. Zur Begrüßung gab es den üblichen Chai, mit Brot, frischer fester Sahne und Joghurt. Joghurt und Sahne streicht man mit einem Löffel aufs Brot. Messer gibt es in ganz Zentralasien zum Essen eigentlich nicht. In der Jurte war, anders als letzte Nacht, beheizt und wirkte belebt; auch durch die Ausstattung: Vom großen Feldstecher, einer alten Nähmaschine, Barbiepuppe bis zum Tintenfass. Hinter einem …

Pamir-highway (M41) bis Murghab

Hier kommen ein paar fotografische Eindrücke vom “richtigen” Pamir-High-way, also der M41, der wir nach dem Roshtqala-Valley gefolgt sind, erstmal nur bis Murghab. Es sind Fotos vor und nach Alichur. Die erste Begeisterung über den Asphalt und die angenehm fahrbare Steigung sank ganz langsam, als wir das Schild 12% sahen und gleichzeitig die Schotterstrecke begann. Die Landschaft war nach wie vor einfach grandios und ich genoss sie, während ich schwer japsend immer wieder beim Schieben stehenblieb. So lange Schiebestrecken hatte ich bisher noch nie. Fredrika kurbelte diesen Pass einfach hoch und war bald verschwunden. Fritz musste nicht ganz so viel schieben und war dabei auch noch schneller als ich. Kennt Ihr das Gefühl in der Lunge, wenn eine Erkältung/Husten im Anmarsch ist und der Brustkorb beim Atmen irgendwie weh tut? So ging es mir bei Höhen über ca. 3500m. Je höher wir kamen, desto wichtiger wurde es für mich, nicht richtig atemlos zu werden, denn das Gefühl, nicht mehr genug Luft zu bekommen, beherrschte dann alles und es dauerte lange, bis sich die Atemfrequenz wieder …

Im Relax-modus!

Erstmal nur eine kurze Meldung. Wir sind in Osh, Kirgistan, angekommen!! Der Pamir liegt hinter uns und wir genießen nun die Wärme, ein Zimmer mit WC und Dusche, das Frühstücksbuffet und sogar einen Pool!! Unglaublicher Luxus!! In den nächsten Tagen werden wir ausführlicher über die letzten Wochen berichten. Das Internet ist hier gut, aber tagsüber doch eher langsam. Seid also erstmal beruhigt, uns geht es supergut. Wir sind stolz wie Harry auf unsre Leistung und futtern uns jetzt rund. Alles weitere in Kürze! Inclusive Fotos!

Der Pamir Teil 2

Im homestay in Kalaikhum hatten wir ein eindrückliches Erlebnis bzgl. des unterschiedlichen Umgangs mit medizinischen Fragestellungen. Ich saß vormittags auf der Terrasse über dem Fluss und hörte plötzlich einen lauten Knall. Ein älterer Angehöriger des Betreiber-Paares lag bewusstlos auf dem Rücken und zuckte ein wenig. Die auf mein Rufen herbeigestürzten Wirtsleute begannen gleich mit Herzmassage, obwohl der Puls gut tastbar war, und ließen sich nur schwer davon abbringen. Das ganze dauerte einige Minuten und war gefolgt von großer Schläfrigkeit, sah also aus wie ein klassischer epileptischer Anfall. Am Hinterkopf fanden sich zwei ordentliche Platzwunden. Mein Vorschlag, die Ambulanz zu rufen, Wundversorgung und so, wurde abschlägig beschieden. Solche Anfälle wären in letzter Zeit schon fünfmal aufgetreten und dies wäre sicher nicht der Letzte, es würde sich quasi nicht lohnen. Ein nicht mehr ganz frisches Unterhemd wurde um den Kopf gewickelt, der Blutfleck am Fußboden geschrubbt und gut war’s. Eine neu aufgetretene Epilepsie kann ein Hinweis auf einen Hirntumor sein. Außerdem kann man versuchen, mit Medikamenten die Anfälle zu verhindern. Obwohl es auch in Tajikistan zumindest in …

Der Pamir Teil 1

Den Pamir-Highway zu radeln war und ist ein Kernstück unserer Reise. Wir sind so früh im März aufgebrochen, damit wir nicht zu spät in Tajikistan ankommen.- Und jetzt sind wir hier! Es ist schon ganz schön verrückt. Durch diese lange Zeit, die wir unterwegs sind, fühlt es sich normal an, ein Stückchen weiter zu sein und etwas Neues zu erleben. Aber zwischendurch wird mir bewusst, dass wir tatsächlich in Zentralasien auf dem Pamir-Highway sind. Und das fühlt sich schon ganz schön irre an. In Dushanbe sind wir im Greenhouse-hostel untergekommen. Dieser Name kursierte schon seit dem Iran als „der“ Ort für Pamir-Radler. Und tatsächlich trafen wir dort mehrere Radler und Backpacker, die gerade von dort kamen. Besonders ein Neuseeländer konnte uns sehr wertvolle Informationen über die Strecke und die Versorgungsmöglichkeiten geben. Wir versorgten ihn dafür mit Adressen von guesthouses in Usbekistan und Iran. Und wir hatten zwei überraschende Begegnungen. Ein junger Deutscher, an sich schon eine Seltenheit hier, meinte, er würde Wolfsburg kennen, er habe dort mal in den Werksferien gearbeitet! Und dann stellte sich …

Grenze Uzbekistan-Tajikistan

Am letzten Abend in Uzbekistan haben wir –wenige Kilometer vor der Grenze- eine junge Bäuerin um eine Stelle für unser Zelt gefragt. Sie hatte da so eine Leichtbau-Datsche am Rande ihres Baumwollfeldes und drei Kühe. Unser Blick war durch einen dicken Wasserstrahl aus einem 15-cm-Rohr angezogen: der sah so schön nach Körperpflege aus. Wir wussten noch nicht, dass dies die einzige Trinkwasserversorgung für ein ganzes Dorf war. Ab 17°° bis nach Einbruch der Dunkelheit kamen die Menschen mit Flaschen, Kanistern, Milchkannen auf Schubkarren oder Fahrrädern. Der Abend war also sehr unterhaltsam. An der Grenze: Die usbekische Seite wollte es am nächsten Morgen dann wieder ganz genau wissen. Man war höflich korrekt und penibel. Alle Packtaschen auspacken, nicht aber die Werkzeugtaschen. Die Fotos auf den beiden Kameras wurden ausgiebig studiert, der PC musste hochgefahren werden. Sie suchen wohl einerseits Pornos und andererseits Hinweise auf islamistische Aktivitäten. Auch die Medikamente wurden wieder gecheckt, insbesondere auf Psychopharmaka und Opiate, mit ausdrücklicher Frage nach Codein (das wir als Hustendämpfer und Schmerzmittel kennen). Dies ist nun überraschend: Am Vortag hatten …

Samarkand-Dushanbe- endlich wieder Radfahren

Na ja, mit mehr Pausen als uns lieb ist, denn wir haben einfach zu viel Zeit bis zur Grenze und gleichzeitig aber auch wenig Lust, große Umwege zu machen. Also gibt es immer wieder Pausentage. Der erste Radeltag geht nach Sharisabz, einmal einen Pass hinauf und wieder hinunter. Am Gipfel machen wir stolz (immerhin 1100 Höhenmeter) ein Foto. Da kommt ein junger Mann von einem der etwas suspekten Verkaufsstände am Straßenrand und fragt, ob er mal Fritz‘ Rad fahren darf. An beiden Seiten geht es etwa 30 km abwärts, mit 3-6 %. Und da will er mal eben ein Rad ausleihen! Also Sachen gibt’s!! Nachmittags sind wir da. Diese Stadt ist eine einzige Baustelle. Die alte Bausubstanz, Moscheen, das Grab des Timor, etc. werden mit großem Aufwand quasi neu errichtet. Außen rum werden großzügige Parkanlagen angelegt, ganze Häuserzeilen wurden abgerissen, um Platz für breite Straßen und Ladenzeilen zu schaffen- alles gleichzeitig. Leider ist wohl auch das Hostel, dessen Adresse wir haben, dem zum Opfer gefallen. Dort wo es hätte stehen sollen, ist derzeit eine große …

Samarkand 2

Diese Stadt mit dem märchenhaften Namen ist für uns eng verbunden mit Vorstellungen von Kamelkarawanen, orientalischen Bazaren, Seiden- und Gewürzhandel etc. Sie war eine der wichtigsten Handelsmetropolen während der großen Zeit der Seidenstraße. Die alten restaurierten Gebäudekomplexe sind prachtvoll, voller wunderbarer Mosaike und Kacheln. Ringsum ist es eine normale (moderne) zentralasiatische Großstadt. Und wie in Buchara bauen sie auf den Tourismus als Wirtschaftsmotor. Für unser Gefühl ein wenig zu sehr. Damit meinen wir zu viele Souvenirläden mit zu teuren Angeboten. Fast überall wird Eintritt verlangt mit speziellen Touristenpreisen. So zahlt ein usbekischer Tourist z.B. 1.000 Soms Eintritt, der europäische Tourist 27.000 Soms. Letzteres sind umgerechnet fast 7 €. Auf meine Aussage, dass dies zu teuer sei, wurden es plötzlich nur 15.000 Soms, die wir dem Kontrolleur diskret 10 min. später in die Hand zahlten. Das nennt man übrigens gelebte Korruption. So geht es hier leider fast an jeder touristischen Sehenswürdigkeit. Das nimmt uns etwas die Freude und Motivation. Außerdem haben wir inzwischen das Gefühl, genug Mausoleen, Medresen und Moscheen gesehen zu haben, auch wenn wir …

Guesthouses-moderne Oasen für Traveller

Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass wir die letzten Wochen öfter davon berichtet haben, dass wir in homestays, hostels oder guesthouses abgestiegen sind. In Shiraz war das Erste Mal, dass wir auf ein „traditional guesthouse“ gestoßen waren. Es war toll, auf einmal nicht mehr allein zu sein, sondern sich mit Gleichgesinnten über das Woher, Wohin, Erfahrungen, Neuigkeiten etc. auszutauschen. Dort konnten wir das „Abhängen“, „Chillen“, „Relaxen“ noch nicht so ganz genießen. Uns trieb es in die Stadt zum Sightseeing, „Ausnutzen“ der Zeit etc. Inzwischen, mehrere Städte und guesthouses weiter, werden die Gespräche, die ruhige Atmosphäre, das Nichtstun immer wichtiger, und vor allem der Austausch von wichtigen Informationen über die Strecken; bei uns aktuell über den Pamir High Way (Ist er offen, gibt es neue Erdrutsche oder eingestürzte Brücken, wie sind die Straßenverhältnisse, wie ist die Sicherheitslage?) Damit sind es auch wichtige Informationsbörsen, wie früher vermutlich die Karavansereien auch. Und wie es in den 60iger und 70igern der Puddingshop war. Diese Hostels sind familiengeführt, eher einfach in der Ausstattung (den hiesigen Verhältnissen entsprechend), haben oft einen Dorm …

Samarkand

In aller Kürze, bevor das Internet wieder zusammenbricht. Wir sind seit gestern in Samarkand! Der Name klingt schon nach TausendundeinerNacht! Uns geht’s gut. Die drei Tage von Buchara hierher waren problemlos. Wir haben einmal unter Bäumen auf zwischen Baumwollfeldern geschlafen und einmal unter Bäumen neben einem Restaurant und Kühen und Eseln. Dann wurde eine Dusche doch sehr nötig und wir freuten uns auf das Hostel Bahodir in Samarkand. Hier treffen sich wieder die Radler. Und wir trafen tatsächlich etliche bekannte Gesichter wieder. Die Hostels/Guesthouses sind fast soetwas wie kleine vertraute Inseln in der Fremde. Wir werden wohl drei Tage bleiben, Sightseeing, Ketten wechseln und Ritzel drehen, Beiträge aktualisieren. Dann geht’s Richtung Tajikistan weiter. Aber wir können erst am 15.08. über die Grenze, wir haben also Zeit. Die letzten nachrichtenvom Pamir Highway waren ganz optimistisch, keine weiteren Erdrutsche mehr und die Straße ist wohl wieder offen. Wir hoffen, dass alles klappt. Fotos und mehr gibt’s im Laufe der nächsten Tage. Skypen ist wohl allerdings nicht möglich. Also liebe Familie, Ihr müsst wohl noch warten bis Dushanbe. …

Grenzüberschreitungen

Für diese für uns so wichtigen Tage möchte ich auch noch ein paar Worte aus meiner Sicht beisteuern. Die Quintessenz: Wir wissen jetzt noch besser, was geht und was nicht. Speziell ich habe meine Grenzen deutlich überschritten und konnte damit eine wichtige Erfahrung machen, z.B. wie sich völlige Erschöpfung anfühlt. Doch zuerst ein paar Erfahrungen und Beobachtungen zu den Grenzübergängen. Über die turkmenischen und besonders die usbekischen Grenzbeamten hatten wir schon viel gelesen und gehört, meistens eher Kritisches bis Negatives. So waren wir innerlich auf einiges gefasst- in Erinnerung an alte DDR-Grenzerfahrungen. Dort hat man allerdings verstanden, was sie von einem wollten und konnte die Formulare lesen, hier waren wir auf Mithilfe angewiesen, die wir allerdings auch bekamen, d.h. z.T. füllten die Grenzer sie selbst aus und wir mussten unterschreiben (was auch immer). Das Wichtigste war für die Zollerklärung  jeweils das Barvermögen, das man angeben musste, bzw. in Usbekistan auch alle Wertsachen. Wir wussten, dass wir gut beraten sind, nichts zu vergessen, denn sonst kann es bei der Ausreise Schwierigkeiten geben- oft gehört. Da man nicht mehr ausführen als einführen darf …

Verkehr im Iran

Der iranische Auto- oder Motorradfahrer blickt konsequent nach vorne. Da hat er genug zu tun; der Blick nach hinten ist unüblich. Das auch beim Öffnen der Fahrertür oder beim Losfahren vom Straßenrand. Erst mal fahren; wenn keiner hupt, ist das schon ok. Das geht so weit, dass die hier üblichen Kleinkrafträder mit 125-250 ccm ohne Spiegel ausgeliefert werden. Spiegel sind Zierrat, Sonderausstattung wie Kuhfänger oder Sturzbügel. Helme sind unüblich. Vier Menschen auf einem Moped sind absolut normal. Auf diesem Moped saßen nur fünf Menschen; der Helm gehört zu einem Moped dahinter. Viele iranische Fahrer (Motorrad oder Auto) sollen keinen Führerschein haben. Die Polizei komme beim Prüfen und ahnden nicht hinterher. Wer erwischt wird, zahlt entweder eine Geldbuße oder schmiert ein wenig und fährt weiter. Bei Unfällen zahlt die Versicherung erstaunlicherweise trotzdem! Ob es ein Mindestalter zum Moped fahren gibt, wissen wir nicht. Dementsprechend sieht es mit der (Kenntnis? und) Einhaltung irgendwelcher Verkehrsregeln aus: Rechs abbiegen von der linken Spur, Gegenrichtung in der Einbahnstraße und ähnliches sind gängig. Rote Ampeln werden von Motorrad- noch seltener respektiert …

Nur mal so angedacht

Gesetzt den Fall, jemand hat Lust oder Interesse daran ein paar Tage ganz privat die iranische Küche nicht nur kennenzulernen, sondern sie auch kochen zu lernen, oder fände es spannend, ein paar Tage in die nomadische Teppichweberei oder -restauration eingeweiht zu werden, dann wäre Valis homestay sicherlich ein sehr geeigneter Ort dafür. Ich persönlich finde diese Idee sehr reizvoll. Unterhaltsame und sehr familiäre Atmosphäre.

Ramasan

Als wir das zweite Mal in Teheran waren, begann der Fastenmonat Ramasan. Nun sollen laut Koran Gläubige fasten, was wir ja nicht sind, und zweitens sind Reisende (wie auch Kinder, Alte und Kranke) ausdrücklich vom Fasten ausgenommen, sollen das aber später nachholen. Aber dann sind wir ja schon außer Landes. So sind wir aufgerufen, die religiösen Gefühle anderer nicht zu verletzen und allzu auffälliges Essen und Trinken in der Öffentlichkeit zu vermeiden. Nach übereinstimmender Meinung verschiedener Leute halten sich aber sowieso nur vielleicht 50 % der Iraner an die immerhin gesetzlich vorgeschrieben Fastenregeln, nämlich nach Morgendämmerung („wenn man einen schwarzen von einem weißen Faden unterscheiden kann“) bis nach Sonnenuntergang nicht zu essen und nicht zu trinken. Da gibt es diverse Tricks. Am einfachsten ist es, die Vorhänge zu zuziehen. Allah sieht zwar alles, aber er ist sehr weit oben. Beliebt scheint auch zu sein, sich mit der ganzen Familie ins Auto zu setzen und in den nächsten Park zu fahren. Dann ist man ja reisend und muss nicht fasten. Man kann auch das Essen und …

Teheran-Mashhad

Wir sind in Mashhad angekommen, ruhen uns hier 5 Tage aus und nutzen die Zeit, um endlich die Berichte und Bilder auf die Seite zu stellen. Einige von Euch haben sich vielleicht schon Sorgen gemacht. Also: uns geht es gut! Wir haben uns Zeit gelassen, wie man auf der Statistikseite erkennen kann, denn wir haben Zeit. Unser Turkmenistanvisum- seit gestern haben wir die Stempel im Pass! – läuft vom 13.-17.07.. Also haben wir mehrfach einen Pausentag eingelegt und die Etappen je nach Versorgungssituation und klimatischen Bedingungen auch mal kürzer gestaltet. Wir wollen Euch einen kurzen Überblick geben, was für Erfahrungen wir in dieser Zeit sammeln durften. Von Semnan sind wir morgens um 4.00 Uhr aufgebrochen. Wir wussten, dass 800 Höhenmeter vor uns lagen und wollten die „kühle“ Zeit ausnutzen. Die Fahrt durch die nächtliche Stadt hatte einen ganz besonderen Reiz. Nur ab und an ein Auto oder Moped, einzelne Leute kamen schon vom Morgengebet, ansonsten war es still und auch der Wind schlief noch. Doch leider war diese Freude nur von kurzer Dauer. Noch bevor …

Zurück in Teheran

Morgens am Busterminal angekommen und mit dem Taxi zur Usbekischen Botschaft. Um 7.00 Uhr waren wir die 2. auf der Liste. Bis 9.00 Uhr trudelten noch einige Leute ein, u.a. eine holländische Familie mit drei halbwüchsigen Kindern, die auf dem Weg nach Malaysia waren. Sie haben zuhause alles aufgegeben, sind schon oft in Südostasien unterwegs gewesen und fühlen sich in Holland nicht mehr recht wohl. Am nächsten Tag haben wir sie nochmal vor der turkmenischen Botschaft getroffen.- Um 10.30 Uhr hatten wir unser Visum!! Nun schnell zur Visaverlängerungsstelle für das iranische Visum. Die Adresse hatten wir und als inzwischen routinierte ÖPNV- User fanden wir sie auch. Drinnen wurde uns mitgeteilt, dass wir woanders hin müssen. Ein Zettel mit Adresse natürlich in Farsi und die Beschreibung, dass es ein offizielles Gebäude sei. Große Enttäuschung und Verunsicherung unsererseits. Vor drei Wochen waren sie noch zuständig. Na ja, dann also los. Nein-kein Taxi. Irgendjemand erzählte was von Bus und wir versuchten es mit der nächsten Bushaltestelle. Nach zwei Anläufen waren wir drinnen und der Fahrer sagte uns Bescheid, …

Busausflug Dritter Teil: Yazd

Yazd ist eine Stadt, die östlicher als Isfahan und Shiraz und dennoch erst in der Mitte von Iran liegt. Wir fuhren wieder mit dem Nachtbus, gemeinsam mit sechs Travellern vom Golshan Hostel. Morgens um 7 Uhr Ankunft. Wir fahren sehr günstig mit dem Taxi in die Stadt zum Silk Road Hostel, in der Hoffnung Zimmer zu bekommen. Leider Fehlanzeige; der Nachtwächter lässt uns gar nicht erst rein, alle Zimmer seien belegt. Also 50 m weiter zum nächsten Hostel. Dort wirkt alles leer und verschlafen. Irgendjemand meint, dort gäbe es „Würmer“! Wir können uns zwar nicht vorstellen, was für Würmer das sein sollen, aber wir lassen uns die Zimmer und Betten zeigen. Keine Nobelherberge, aber für den günstigen Preis eigentlich in Ordnung. Also sagen wir zu, Fritz und ich ein Doppelzimmer, Patrick ein Einzelzimmer und die anderen in den Dorm (Schlafsaal). Da für uns alle Internet wichtig ist, versuchten wir uns einzuloggen. Und das gestaltete sich schwierig. Bei einzelnen hat es funktioniert, bei Patrick´s Mac nicht und wir brauchten wieder mal das Netzwerk-Kabel. Patrick ist daraufhin …