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Almaty

Unser Abstecher nach Kasachstan ist verhältnismäßig kurz. Angesichts der Größe dieses Landes haben wir nur ein winziges Stückchen kennengelernt.
Die ca. 30km von Bishkek bis zur Grenze gingen durchweg durch Vorstadt und bewohntes Gebiet. Der Grenzübergang war wieder mal erstaunlich unkompliziert. Wir wurden mehr durchgewunken als kontrolliert und waren schwupps in Kasachstan.
Die Straße war super, zum großen Teil vierspurig, schnurgerade und meistens flach oder schwach hügelig. Viele Herden in viel offener Landschaft, braun und trocken gebranntes Grasland, teils mit steppenartigen hohen Gräsern. Rechts begleitete uns in einiger Entfernung eine Bergkette, anfangs als Hügelzug, dann höher werdend. Dahinter liegt Kirgistan. Links der Straße war eine weite Ebene und nur manchmal sahen wir im Dunst einen Hügelzug in der Ferne.


Wir trafen zwei russische Jungs, die mit Rucksack und Skateboards unterwegs waren, von Bishkek nach Astana. Sie erklärten, dass sie bergauf trampen, im ebenen Gelände laufen und bergab skaten. Auch eine Art unterwegs zu sein. www.activer.me
Für unsere vorerst letzten Zeltnächte fanden wir nette Plätze neben der Straße, durch Bäume geschützt und wie so oft waren wir nicht die ersten, die dort rasteten. Manche hinterließen ihren Müll, manche auch Fellfetzen und abgenagte Schafsknochen.


Der Verkehr wurde zwar zunehmend mehr, aber ich muss sagen, dass die Kasachen auf der Landstraße sehr moderat fahren und wenig hupen. Insgesamt sehr angenehm. Das änderte sich in Almaty. Hier herrscht ein ziemlich aggressives Fahrverhalten bei sehr dichtem Verkehr. Von vier Fahrspuren in jeder Richtung stehen nur zwei für den fahrenden Verkehr zur Verfügung. Eine ist zum Parkstreifen umfunktioniert und die nächste für die zweite Parkreihe und zum Rangieren. Gehupt wird gerne und wir haben in den vier Tagen hier schon einige Auffahrunfälle gesehen.
Almaty hat sehr viele alte Baumbestände und wirkt im Augenblick sehr herbstlich. Zwischen den Häusern, häufig moderne große Wohnanlagen, lugen die hohen schneeigen Berge durch, erstaunlich nah. Es ist eine moderne Stadt mit altem Sowjet-Flair und modernen westlichen Entwicklungen. Fritz hat sich die große moderne Moschee angesehen und war sehr beeindruckt.
Die letzten Tage waren wir mit Fahrradboxenorganisation, Registrierung bei der Polizei, Radeinpacken und dem vergeblichen Versuch, unsre Räder bei der Airline anzumelden, beschäftigt. Und wir waren bei Freunden von Freunden aus Wolfsburg sehr nett zum Essen eingeladen, echt kasachische Küche. Sie halfen uns auch bei der Organisation, das war sehr angenehm.
Nun geht es heute nachmittag los!
Wir melden uns wieder aus Goa – wenn alles klappt!

1 Kommentare

  1. Harro Wichert sagt

    Liebe Karin, lieber Fritz,
    Ihr merkt es nicht, aber ich verfolge und bewundere Euch schon seit geraumer Zeit (mit Hilfe meines PCs). Toll, wie Ihr das alles meistert. Ich wünsche Euch weiterhin ein gutes Gelingen Eures Vorhabens und eine wohlbehaltene Ankunft an Eurem Zielort.
    Herzliche Grüße aus dem regnerischen, kühlen Detmold
    Harro

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