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Rückblick

Ihr habt es Euch sicher schon gedacht, -wir sind wieder daheim. Sogar schon eine geraume Zeit. Und wie der Alltag uns wieder einfängt, oder auch umfängt und erfüllt, so driftet die Radreise aus dem aktuellen Bewusstsein. Einen Abschluss braucht es natürlich dennoch.

Eine kleine Geschichte am Bodensee. Wir waren essen und der kleine Junge der Wirtsleute radelte begeistert im Hof, als ihm plötzlich seine Klingel  abfiel. Fritz, allzeit bereit, zückte das Taschenmesser und löste mit dem Schraubendreher das Problem. Der Junge war begeistert und brachte kurz danach als Dankeschön eine Feder!

Feder als Dankeschön

Wir folgten vom Bodensee dem Rhein, um in Feldkirch liebe Freunde zu besuchen, dann ging es in die Schweiz über Zürich nach Bern. Fritz berichtete schon davon, es war wirklich wunderbar. Zurück gen Norden wieder bis zum Rhein.

Hier noch ein paar Impressionen von unterwegs:

 

Siedlungsimpressionen:

Wir mussten Anfang September zuhause sein, da warteten wichtige Termine. Also war der Plan, mit dem Zug von Basel zurückzufahren. Höchste Zeit, Fahrkarten zu kaufen, denn die Fahrradplätze in den Zügen sind rar. In Solothurn ab in den Bahnhof und nach ca. 1 Std hatten wir  Sparpreistickets, nur einen Tag später, als gewollt. Alles Bestens-  ohne Umsteigen von Basel nach Wolfsburg – Volltreffer! Eine halbe Stunde später liest Fritz in seiner NachrichtenAPP: Die GDL ruft zum Streik auf! Erste aufsteigende Panikattacken werden mit Selbstregulationsmechanismen geglättet. Erstmal zum letzten Besuch nach Inzlingen, dann weitersehen. Wir hatten drei Tage Zeit für schöne Gespräche, Inzlinger Wasserschloss und einem Ausflug nach Basel. Natürlich zwischendurch die Hotline der Bahn kontaktiert- es sähe gut aus, der Zug sei noch drin. Plan B überlegt- Mietwagen. Am Donnerstag in Basel beim Bahnhof vorbei und direkt nachgefragt: er werde wohl fahren, aber sicherheitshalber auf der App immer mal wieder nachschauen.- Guten Mutes Stadt erkundet-

eine Std später wussten wir- kein Zug!

nix geht

Mist. Plan B aktiviert- leider weder in Basel noch in 100km Umkreis einen Mietwagen  bekommen. Wir wollten ja keine Rundreise machen, sondern hier leihen, dort abgeben. Langsam stiegen doch Gruselgefühle hoch. Flixtrain, Flixbus- nix  Akzeptables gefunden. Was nun? Hätten wir´s zwei Tage früher gewusst, hätten wir uns aufs Rad geschwungen und es noch schaffen können, jetzt nicht mehr; wir sind keine 40 mehr.

Hatten wir schon einmal ein Loblied auf gute Freunde gesungen? An dieser Stelle soll es erklingen! Ganz laut und jubilierend!! Ein Hoch auf einen Freund, der Zeit, Lust und das passende Auto hat durch Deutschland zu gurken und zwei Gestrandete abzuholen!! Und das bei den Baustellen! Wir wollten ihm so weit es ging entgegenradeln und verabredeten uns in Bühl. So hatten wir noch zwei Tage Rheinradweg-Genussradeln zum Abschied, auch nicht schlecht. Es war sogar sehr schön!

Also nochmal: Liebster Detlef, herzlichen Dank!

Heimfahrt

 

 

 

 

 

7 Kommentare

  1. Rainer Lademann sagt

    Mit der richtigen Ausstattung des Defenders hätte man nicht mal ein Hotel gebraucht. Großartige Heimfahrt!
    LG
    Rainer

    • Karin sagt

      Lieber Rainer, manchmal genießen wir auch den gerne den Luxus eines Hotels-gemeinsam mit unserem Freund. ;-)

  2. Wolfgang Claus sagt

    Meine letzte Reise war mit 70 J. der Jacobsweg mit einem Freund von Südfrankreich über Pamplona nach Santiago de Compostella. Müsst Ihr undbedingt noch machen. Ist wunderschön.

    • Karin sagt

      Danke für den Tipp. Es gibt noch soo viele Wege, die wir machen wollen! Auf jeden Fall mehr, als wir schaffen werden. ;-)

  3. Wolfgang Claus sagt

    Ich freue mich immer wieder wenn ich euere Reiseberichte lese und weckt eigene Erinnerungen.
    mit 18 Jahren bin ich aus der DDR von Plauen mit einem selbst zusammengebauten Fahrrad ohne Gangschaltung und ohne Geld (bis auf 30 DM Bonusscheine für Übernachtungen und Essen in Jugendherbergen im Westen; meistens habe ich im Freien auf einer Zeltplane geschlafen). Am Bodensee dachte ich, bis in die Schweiz ist es ja auch nicht mehr weitund so fuhr ich weiter bis nach ZÜrich, da hatte ich eine Adresse eines Brieffreundes meines Vaters, natürlich in der Hoffnung da etwas abstauben zu können. So war es dann auch und fuhr mit 20 Fränkli weiter-wohin: nach Italien über den St. Gotthard, der damals noch nicht asphaltiert war. Ein Glück: plötzlich rollten mir Apfelsinen entgegen, die meinen Rucksack füllten und meine Reise nach Verona und Venedig und zurück über den Brenner möglich machten

    • Karin sagt

      Das zeigt ja mal wieder wunderbar: Es braucht ganz wenig Drumrum. Mut, Abenteuerlust und Zuversicht machen viel mehr möglich, als man so glaubt. Tolles Abenteuer!!

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