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Bad Water und Golden Canyon

Bad Water und Golden Canyon

Wir sitzen jetzt zwar schon in Las Vegas, aber dennoch machen wir drei Artikel aus der Zwischenzeit bis hierher. Es sind zu viele kleine Geschichten und schöne Fotos für einen Beitrag.

Also zuerst Bad Water. Der niedrigste, heißeste und trockenste Punkt in Nordamerika und der Ort, an den wir nun unbedingt mit dem Fahrrad hinwollten. Dafür sind wir drei Tage in Furnace Creek geblieben. Ein Tag ankommen und am Pool abhängen.

Am nächsten Morgen früh (leider hat mein Wecker nicht gekräht, deshalb nicht ganz früh) um 6.10 Uhr bei angenehmen 27° C ohne Gepäck aber mit viel Wasser die 30 km hingeradelt. Übrigens kann man am Visiters Center gekühltes Wasser abzapfen! For free! Das ist wirklich genial, denn sonst gibt es kein Trinkwasser, außer teuer in Flaschen. Also im Rückblick war es völlig ausreichend um 8.00 Uhr dort zu sein, denn die Sonne kam erst langsam über die Berge gekrochen und so nahmen wir uns Zeit für Fotoshooting. Fritz suchte intensiv in den verbliebenen hochkonzentrierten Salzpfützen nach Leben und fand es auch.

Wir können ja nicht nur rumhängen, also ein bisschen Sightseeing im Borax-Museum. Diese Geräte und Maschinen  sind unglaublich in ihrer Grobmotorik und zeugen von den Lebensbedingungen der Menschen hier. Mir geht allerdings immer wieder durch den Kopf, wie gewalttätig es auf mich wirkt und wie es wohl auf die Indianer, die Shoshonen, die seit Tausenden von Jahren hier gelebt haben, im Winter unten, im Sommer in den Bergen, gewirkt haben mag. Diese Gier nach Gold, Borax, und anderen Materialien der Erde, die die Weißen getrieben haben und immer noch treiben. Immerhin hat ein Tribe es geschafft, ein paar Acre in Furnace Creek als Eigentum anerkannt zu bekommen und an einigen Stellen dürfen sie zu Forschungszwecken und Kulturerhalt einige Mesqitesträucher pflegen und ernten. Während daneben der Golfplatz, der Riesenpool, die Palmen- und Oleanderanlagen seit 1933 das Wasser der Quelle verbraten. Übrigens „ancient water“, abgeschmolzenes Gletscherwasser, das unterirdisch aus weit entfernten Regionen ins Death Valley fließt und hier in den Bergen an die Oberfläche stößt. Anscheinend gibt’s davon genug- bisher.

Übrigens haben die Boraxbosse ziemlich schnell mitgekriegt, dass der Ort für (reiche ) Touristen sehr attraktiv ist; nach dem Niedergang des Boraxabbaus Furnace Creek umgebaut und mit großem Werbeaufwand die Touristen angelockt.

Der Golden Canyon gehört ebenfalls zu den „must have seen“ hier. Deshalb sind wir einen dritten Tag geblieben und am nächsten Morgen ein bisschen gelatscht. Das war richtig gut, denn es hat unseren Blick auf das Gesamte erweitert. Death Valley ist eine ganz fantastische und abwechslungsreiche Region zum Wandern. Im Grunde ist es bekloppt, im Sommer hierherzukommen, das machen wohl vorrangig deutsche Touris – im Winter muss es grandios sein- deshalb auch Hauptsaison. Wir würden nur im Februar mit dem Rad wohl nicht über die Berge kommen wegen des Schnees. Und nun waren wir auch hier gewesen.

Dann ging´s wieder morgens um 5.30 Uhr los, um über die Berge wieder rauszukommen. Die Steigung war ganz gut fahrbar, der Mond schien bis die Sonne aufging, alles war gut. Wir wollten bis zur Death Valley Junction fahren, 50 km; dort solle es alles geben, Wasser, Essen, Platz zum Zelten. Denn bis zur nächsten Stadt Pahrump sind es weitere 50 km mit einem weiteren Anstieg. Soweit der Plan.

 

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