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Halbinsel Osa

Ein Abstecher auf die Halbinsel Osa musste zum Abschluss nochmal sein. Der Anreisetag ließ unsere Pannenstatistik weiter steigen. Morgens beim Luftprüfen stellte Fritz fest, dass am Vorderreifen das kleine Ventilköpfchen abgerissen war. Bei der nächsten Tankstelle mit Druckluft versuchte er das Ventil herauszudrehen, denn Ersatzventile haben wir ja dabei. Leider war das Ergebnis ein genervter Fritz und ein völlig zerquetschtes Ventil. Kein Thema, wir haben ja einen Ersatzschlauch. Der war zwar nicht mehr neu, wie wir dann feststellten, 3 Flicken waren schon drauf, aber egal. Und bei nächster Gelegenheit würden wir wieder einen neuen Ersatzschlauch besorgen. Nach ca. 3 km, kurz hinter einem Ort, war der Reifen platt! Mist! Wir hatten den Schlauch zwar beim letzten Loch geflickt, aber nicht überprüft, ob er auch dicht ist. Das war ein Fehler! Frustriert schoben wir ca. 100 m bis zu einer Werkstatt zurück. Dort wusste man, wo ein Fahrradladen in dem Ort war. Fritz schwang sich auf mein Rad und düste los, während ich mir eine kalte Fanta leistete. Nach ca. 20 min kam Fritz mit zwei neuen Schläuchen zurück.  Er meinte, mein Ständer würde wackeln, ich solle mal die Schrauben nachziehen. Ok, – und dann brach eine der beiden Schrauben ab. Da war es nur noch eine. Da in der Zwischenzeit der Himmel wie angekündigt schwarz wurde und es anfing zu grollen, beschlossen wir, nicht weiterzufahren, sondern ein Zimmer zu suchen. Und dort blieben wir trocken, während es draußen ganz schön schüttete. Am nächsten Morgen war der Himmel wieder blitzeblau und die Luft heiß wie immer. Nach ein paar Kilometern hielten wir an der Straße, um ein weiteres kleines Tierchen zu betrachten, da krachte mein Rad um. Die zweite Schraube war gebrochen und ich hatte keinen Ständer mehr. Ich muss sagen, ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb viele Radler, auch Fernradler, ihr Rad lieber hinlegen statt hinstellen. Drei Tage durfte ich ausprobieren, wie das ist – ich finde es total bescheuert und umständlich. Gottseidank hat Fritz bei der letzten Übernachtung in Costa Rica (eine große Autowerkstatt mit Cabinas) hilfsbereite Leute gefunden, die die feststeckenden Schraubenteile rausdrehen konnten und passende neue hatten. Hurra!

Zurück zur Halbinsel Osa. Spärliche Infrastruktur, ein riesiger Nationalpark, in den man nur mit Führung reindarf, und Anbieter für Nachttouren. Irgendwie haben es uns die Frösche hier angetan und so liebäugelten wir mit einem night-hike, der in Puerto Jimenez angeboten wurde. Diese Halbinsel ist ganz schön hügelig und so brauchten wir noch eine Übernachtung auf der Strecke. Das war eine Jungle-Lodge, die von einem deutschsprachigen Costa Ricaner geführt wird. Dort stiefelten wir selbst durch den Dschungel und sahen abends am Teich ein paar Kröten. (Nachmittags regnete es wieder.)

Endlich in Puerto Jimenez fanden wir ein Hostel, wo wir zelteten. Sie organisierten auch Nachttouren –  3 Stunden für 45$/Person zzgl. Taxitransport (20$). Da schluckten wir doch. 110$ für vielleicht ein paar neue Frösche. Das werden teure Fotos. Und so beschlossen wir statt dessen um den hosteleigenen Teich zu suchen und fanden abends ganz alleine wunderbare kleine Frösche, manche kaum 1 cm groß. Und diese Fotos bekommt Ihr nun zu sehen!

Am nächsten Morgen ging´s per Personenfähre nach Golfito und dann weiter zum Grenzort.

Dort versuchten wir Dollar aus dem Bankomaten zu ziehen, denn im Netz steht, dass man, außer einem Rückreiseticket, auch mind. 500$ vorweisen müsse, und oder eine nachweislich belastbare Kreditkarte. Der Automat rückte leider nur 100$ pro Vorgang raus. Das wurde teures Geld. Letzten Endes wollte von uns niemand Geld oder Kreditkarte sehen, es war völlig unkompliziert. Vielleicht sehen wir einfach so aus, als ob wir genug Geld haben und nicht im Land untertauchen wollen. Nun, das Alter muss auch seine Vorteile haben.

Übrigens: Bei unserem  Netbook ist das Display gesprungen (bei einem zu harten Stoß auf der Straße) und zudem hat es Feuchtigkeit gezogen. Die Maus hat auch ihren Geist aufgegeben. Damit sind unsere Bearbeitungsmöglichkeiten etwas eingeschränkt. Wir hoffen, dass es bis zum Schluss noch durchhält.

1 Kommentare

  1. A.u,P Schiffers sagt

    Ihr Lieben,
    es scheint jetzt wirklich an der Zeit, dass Ihr wieder nach hause kommt. Die Fahrräder wollen nicht mehr so richtig und Ihr??? Vielleicht ist der Frühling hier dann doch auch schön. Wir freuen uns jedenfalls auf Euch und wünschen noch einen sehr guten Endspurt!

    Reingard und Peter

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