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Südschweden: potteben???

Immer mal wieder hört man von nicht-Radfahrern, ganz Südschweden sei total flaches Land. Dem ist nicht so – wir erleben das anders: Wir fahren meistenteils durch eine Endmoränenlandschaft mit  Seen, viel Geröll und reichlich Hügeln, die häufig 5% Steigung haben, gerne auch 8%, einmal 14%, besonders auf den Nebenstraßen, den „weißen“. Zwischendurch sieht man auch gewachsenen Fels. Mit 35 kg Gepäck am Rad nicht nur vergnüglich! Mich erinnert das an einen Farmer in Tennessee. Als wir aus den Appalachen kamen, sagte er, ab hier beginne der Mittlere Westen und der sei „tableflat“ und machte dabei so eine Handbewegung, als ob man ein Tischtuch glattstreicht. Auf das „tableflat“ haben wir bis zu der Rockies vergeblich gewartet und gehofft. Ähnlich ist es übrigens mit Entfernungsangaben: der Weg sei höchstens eine halbe Stunde …. Jaaaa, mit dem Auto! Trau in diesem Punkt keinem Nicht-Radfahrer! (Fritz) Die ersten Tage alleine unterwegs. Worüber soll ich schreiben? Die Landschaft, das Fahren, das Zelten, das Wetter, die Rückmeldungen des Körpers? Wer Hardfacts mag, findet sie auf der Statistikseite, die Route aktualisieren wir …

Auf dem Weg zur Fähre nach Malmö

Bei leidlichem Wetter sind wir am 28. 5. aufgebrochen – in der schon bewährten Begleitung von unserem Freund Detlef. An diesem Tag haben wir das Regenzeug wohl viermal an- und ausgezogen. Highlight des Tages war die nachmittägliche Einladung zu einem sensationellen Spargelauflauf mit Drumherum. Danke, Gala! Überraschend haben wir auf der Landstraße eine befreundete Familie getroffen, die auf dem Wege zu einem Marathon-Event waren. Am zweiten Tag sind wir dem Elbe-Seitenkanal gefolgt, wie am ersten unter widrigen Wetterbedingungen. Also, wenn das so weitergeht … Allerdings haben wir eine riesige Gruppe Kraniche gesehen, die aufgeflogen sind, weil ein Hase dazwischen geschossen ist, oder doch, weil wir am Straßenrand standen? Gestern war das Besondere, dass der Radweg an der Landstraße von Lübeck nach Travemünde plötzlich aufhörte, als die Straße durch den Herrentunnel führte, durch den Fahrräder nicht dürfen. Hat einiges Herumirren gekostet, bis wir verstanden haben, dass es einen Shuttlebus nur für Fahrräder gibt. Einige Räder im Bus, der dann voll war; unsere kamen hinten auf den Anhänger. 10 Minuten Fahrt, keine Kosten. Der Shuttle fährt 24/7, …

Bald geht es wieder los

(equal goes it loose, um schon mal ein wenig englisch zu üben) Irgendwann kommt bei der Vorbereitung so einer Reise wie auch bei einem Wohnungsumzug- der Moment des größtmöglichen Chaos. Der ist jetzt gerade erreicht. Ist ja auch wirklich wie ein Wohnungsumzug: alles, was wir in den nächsten vier Monaten brauchen, liegt jetzt auf diesem Haufen. Nun wird das Zeug in Beutel verteilt und diese in die Packtaschen verstaut und dann sieht das auf einmal wieder ganz übersichtlich aus. Und wo soll`s hingehen? Ihr wisst, wir lieben große Schläge und ein motivierendes Ziel. Schon seit längerem haben wir eine Tour im Kopf. Unsere “Seniorentour”- wenn wir keine hohen Berge und großen Wüsten mehr fahren können- so war der Plan. Tja und nun ist es soweit. Eine “Ostseeumrundung” sollte es sein. Die Deutungshoheit liegt bei uns. In der ersten Variante (vor mindestens zwei Jahren) war der Schlenker nach Moskau noch drin. Das wurde dann allein aus zeitlichen Gründen gestrichen und die Route dichter an die Ostsee gelegt. Na dann eben den Abstecher nach Norden- also Nordkap; …