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Finca Ixobel

Von Flores ging´s nun nach Süden. Wie so oft gibt es nur eine Straße, die gottseidank gut war, der Verkehr eher ruhig und die Hügel machbar. Also todo bien. Fritz war mit seinem Rad ganz glücklich. Das Lager läuft rund. Als Etappenziel hatten wir uns die Finca Ixobel in 103 km vorgenommen. Eine Empfehlung von Mecki und Rolf, die Radler, die wir auf der Baja getroffen hatten und seitdem in Kontakt geblieben sind. Durch unterschiedliche Routen sind mal sie und mal wir „vorne“. Einen gemeinsamen Abend haben wir leider nicht mehr geschafft. Nun sind sie auf dem Weg nach Chancun zum Flughafen zurück in die Heimat. Die Beiden hatten so von der Finca geschwärmt, dass wir uns dieses kleine Paradies ansehen mussten. Und sind einen Tag dort geblieben. Ca. ein km von der Straße entfernt liegt das Anwesen, das die Besitzer, ein kalifornisches Paar seit den 70igern zuerst zu einem Bauernhof und dann mehr und mehr zu einem ökologisch orientierten kleinen Resort entwickelt haben. Neben einem Campingplatz gibt es Holzhäuser auf Stelzen, Cabinas und Schlafsäle. Ein Restaurant bietet Full Service. Pfade führen durchs Dschungelgelände und zum hauseigenen Badesee. Sie bieten auch diverse Ausflüge an.

Das Bedürfnis diese wunderbare Landschaft mit ihrer Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten, Menschen näherzubringen und dabei naturverträglich zu agieren, ist als roter Faden deutlich zu erkennen. In unserer Holzhütte hatten wir (neben dem elektrischen Licht) eine Kerze mit Streichhölzern.
Uns irritierte, dass ausgerechnet ein großer Ara in einer Voliere gehalten wurde. Dann erfuhren wir, dass er und seine Partnerin früher frei herumgeflogen und wohl auch zutraulich waren. Bis ein Gast, der sich bedroht fühlte, einen Ara kurzerhand erschoss. Nun hat der verwitwete Ara eine große Voliere zu seinem eigenen Schutz.

Die Besitzerin, schlug uns eine Alternativroute nach Guatemala City vor, die wir auch ernsthaft prüften – und verwarfen. Sie wäre sicher verkehrstechnisch angenehmer gewesen, aber bis auf wenige Kilometer nicht asphaltiert und bei der Schlechtwetterperiode, die wir gerade haben, nicht nach unserem Geschmack; vor allem in Kombination mit den Höhenmetern, die uns nach Coban geführt hätten. Wir verzichteten also (mal wieder) weise auf diese Variante der Reise und damit auf Wasserfälle mit warmem Wasser, Mayastätten, -dörfer und … Stattdessen wählten wir die Hauptstraße.

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