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Pokhara

Eine große Stadt mit einem Touristenviertel am See. Übrigens ohne Erdbebenschäden!
Hier reiht sich ein Guesthouse neben dem anderen, Outdoorläden, Souvenirshops, Restaurants, Trekkingtour- und Paraglidinganbieter, Meditations- und Yogahäuser- kurz alles was das Herz begehrt.
Nur von Drei gibt es zurzeit wenig hier: Benzin, Gas – und Touristen!
Wir profitieren davon, denn die Übernachtungspreise sind stark gesunken, und so leisten wir uns ein Hotelzimmer für 15$ incl. Frühstück, das sonst 30$ gekostet hätte. Wir betrachten das als Wirtschaftshilfe. Die Strandpromenade am See ist gespickt mit meist kleinen Restaurants, die verzweifelt nach Kunden suchen. Einige bieten abends Life-Musik an, was zur Folge hat, dass wir gleichzeitig von mindestens drei verschiedenen Seiten beschallt werden – mit klassischer nepalischer Folklore, moderner nepalischer Discomusik und westlichen Oldies! Für die Romantik sind überall Teelichte und Kerzen auf den Tischen- der Strom ist ein unzuverlässiger Partner hier. Die Speisekarten sind in ganz Nepal eingeschränkt, da das Gas zum Kochen begrenzt bzw. nicht mehr vorhanden ist. Die Tankwagen stehen an der Grenze. Also wird auf Holzfeuer gekocht oder kurzerhand Barbeque angeboten.

Der Annapurna lässt sich leider nicht blicken, versteckt sich hinter Wolken und Dunst.

Also kommen wir ihm etwas entgegen und steigen auf den Sarangkot, dem Aussichtsberg. In knapp drei Stunden erklimmen wir ihn, einen schmalen und steilen Pfad folgend 800 Höhenmeter. Oben hat sich nichts geändert. Wir haben zwar einen herrlichen Blick auf den See, die Stadt und die vielen bunten Paraglider, die sich hier runterstürzen und durch die Luft schaukeln, aber auf der anderen Seite- nix.

Keine majestätische Bergkulisse, nur Wolken. Der Ausflug brachte uns drei Tage heftigen Muskelkater in den Waden.

1 Kommentare

  1. rainer mehlhase sagt

    Hallo Karin, hallo Fritz,

    schön, aktuelle Bilder aus Pokhara zu sehen. Das Problem der ausbleibenden Touristen habe ich auch schon aus Kathmandu gehört. Die örtlichen Trekkingveranstalter müssen nun zusehen, wie sie das überstehen. Teilweise sind die Dörfer, aus denen die Guides und Träger kommen, zerstört. Am Pokhara See bin ich auch schon mit einem Leihfahrrad entlang geradelt, bis eine Pedale abgebrochen ist. Möge Euch das erspart bleiben. Gute Weiterreise !!!

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