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Pamir: Roshtqala-Valley

Von den drei Möglichkeiten, die wir nach der Freigabe des Pamir-Highways hinter Korogh hatten, haben wir die mittlere gewählt: weil wir erwarteten, die M41 total überlastet zu finden (was nicht stimmte) und gehört hatten, dass das Wakhan-Valley durch die zwischenzeitliche LKW-Nutzung noch schlechter geworden sei. Die Wahl war gut. Inzwischen zu fünft unterwegs fanden wir unerwartet die ersten 60 km asphaltiert und mit moderater Steigung. Abends fanden wir schöne Plätze am Shakhdara-Fluss. Je höher wir kamen, desto fantastischer die Landschaft. In 4000 Meter Höhe weiden Schafe, Rinder und Ziegen. In der Ferne leuchteten schneebedeckt die höchsten Berge der Region, der Pik Marx und der Pik Engels (die heißen wirklich so!). Je näher wir dem Maisara-Pass kamen, desto steilere kurze Anstiege gab es, die uns beiden Alten in dieser Höhe deutlich mehr ausmachten als unserer schwedischen Freundin mit ihren 23 Lenzen. (Wir haben übrigens auf der ganzen Reise keine Reiseradlerin getroffen, die älter als Karin war und keinen, der älter als ich war. Seniorenreise!) Kurze Schiebestrecken aufgrund der Steigung und des groben Schotters bis Felsuntergrunds ließen sich für uns nicht vermeiden. Auf der Passhöhe in etwa 4250 m liegt ein See. Das Ganze war so traumhaft schön, dass wir lange schweigend dasaßen.

Nach kurzer und sehr steiler Abfahrt zur M41, dem eigentlichen Pamir-Highway, auf extrem schlechter Wegstrecke fanden wir endlich wieder guten Asphalt, leider nur wenige Kilometer. Denn die gleich folgende Koy-Tetzek-Passstrecke ist wieder Dutzende Kilometer Dirt-Road. Abends kamen wir in Alichur an, das nun wieder einen besonderen Artikel wert ist.

4 Kommentare

  1. Simone Loreit sagt

    Lieber Herr Dr. Witten,
    ich erfreue mich immer mal wieder an dieser informativen und beeindruckenden Website. Toll, was Sie und Ihre Frau bisher alles erlebt haben, was wir Leser erfahren dürfen und wie viel Energie in dieser Reise und in der Berichterstattung liegt…. Bewunderswert – weiter so!
    Auch meine Mutter (Lisbeth Naumann) ist ganz begeistert und lässt Sie ganz lieb grüßen.

    Weiterhin eine gute Reise sowie viele glückliche, traumhafte Momente. Passen Sie schön auf sich und Ihre Frau auf und bleiben Sie vor allem gesund. (Gut, wenn man einen Arzt dabei hat ;-)))

    Herzliche Grüße, Simone Loreit

    • Liebe Frau Loreit, ICH habe ja leider KEINEN Arzt dabei; meine Frau ist da besser dran!- Vielen Dank für Ihre Nachricht und herzliche Grüße an die Mutter! Fritz Witten.

  2. Schiffers Adriana u. Peter sagt

    Ihr Lieben, eigentlich ist man immer nur sprachlos über Eure Reise. Die Vorstellung, dass es tatsächlich möglich ist, mit eigener Muskelkraft und in einer überschaubaren Zeit, sich so über den Erdball zu bewegen, so viele so andere Wirklichkeiten zu erleben…..und uns so hautnah daran teil haben zu lassen.
    Und immer wieder die Gleichzeitigkeit. Wir sitzen hier gerade in unserer Stube in Wob. und Fritz hat heute , aus den höchsten Höhen die Mail geschickt…..und Morgen Abend gehe ich, wie’s Amen im Gebet und wie jahraus jahrein zum Kammerorchester
    und Ihr seid dann schon wieder weiter auf Eurem Weg—

    Viele Grüsse und vielen dank von Reingard u. Peter

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