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High –Tech Toiletten und Natur

Zuerst noch ein paar Fotos von Fähre und Ankunft in Japan.

Wie schon beschrieben begeistern uns die Fahrradabstellanlagen in den Großstädten. Wie wir feststellten, ist das Ziel weniger Diebstahlsicherung, sondern bezahltes Parkplatzmanagement. Das aber sehr variantenreich und effektiv. Vor einem Bahnhof wollten wir nur kurz mal rein und eine Dose Icecoffee holen. Sofort war ein Parkwächter da, der uns darauf hinwies, dass „wildes Parken“ nicht erlaubt sei. Also schoben wir unsere Räder in einen Fahrradständer und – schwupps- schnappte das Schloss zu! Das Auslösen funktionierte dann ziemlich einfach. Zum Automaten gehen, die Nr. des Fahrradständers eingeben und bezahlen. Da wurde uns klar, dass man jedes Fahrrad so freibekommt, wenn man bezahlt. Also zusätzlich abschießen! Allerdings gab´s auch die Möglichkeit eine PIN einzugeben. Das ist wahrscheinlich die Sicherung- nur nicht für Ausländer, die der Sprache nicht mächtig sind und der Kraft der Bilder nicht ganz trauen.

In Kyoto beschränkten wir das Sightseeing auf einen Tempel und einen berühmten Bambushain. Es gibt wohl über 1000 Tempel und Shrines in dieser Stadt!

Das Wetter spielte am nächsten Tag nach einem schönen Frühstück mit und es hörte auf zu regnen. Die Strecke führte uns am See entlang, dem Biwaki. Eine herrliche Tagestour! Die Luft frisch und klar, der riesige See mit Segelbooten, erstaunlich ländliche Landschaft und zwischendurch Campingplätze! D.h. einfach angelegt e Plätze zum Rasten, Picknicken und Zelten. Und so hatten wir abends einen wunderbaren Lagerplatz am See, 50 m zum Toilettenhäuschen, 100m zum 7/eleven-Supermarkt – und nachts knallfreudige junge Leute.

Ein Wort zum Zelten in Japan: Es wird fast überall geduldet, nicht nur außerhalb von Städten, sondern gerade auch in Stadtparks und Grünanlagen. Die Japaner sind so zurückhaltend und tolerant, dass sie höchstens kurz kommen und fragen, woher und wohin. Sehr angenehm! Und es macht Japan für uns sehr viel günstiger als befürchtet. Die Hotels und guesthouses haben nämlich Preise, die uns stark an Europa erinnern.

Und warmshowers gibt es hier auch! In Toyohashi sind wir bei Aaron, einem Spanier, der seit 8 Jahren hier lebt und arbeitet, sehr herzlich aufgenommen worden. Seine Vermieter haben uns ebenfalls willkommen geheißen und mit kleinen Snacks sowie kaltem Bier empfangen.

 

5 Kommentare

  1. Reingard Schreiber-Gallois sagt

    Hallo Karin und Fritz,

    Ein Adler oder Bussard-verwandte? Dass er so schön posieren kam,ist etwas ungewöhnlich. Freue mich über alle Bilder von kleine oder Große Tiere, besonders über die von Schmetterlinge. Die sind hier
    leider weniger geworden….
    Am 22 Juni war das Bericht über Euch in den Nachrichten; gestern war ich im Flüchtlingsheim und schenkte es einem jungen Syrier,
    mit der websiteadresse. Er heißt Fahed und kan schon gut deutsch.
    Seine Mutter, Amal, lernt 2 x in der Woche mit den anderen Frauen.
    Am 24 August, ab 17.00 Uhr ist im Heinrichswinkel ein Sommerfest für alle Vorsfelder! Falls ihr da schon zurück seid, herzlich willkommen !
    Ich versuche mir vorzustellen, wie es euch geht: halten die Schuhe
    noch ? Genießt ihr die letzte 100 oder mehr Kilometer?
    Auf alle Fälle sieht ihr immer jünger und besser aus!
    Ganz liebe Grüsse und Danke für Berichte und Bilder,
    Reingard

  2. Ihr Lieben wir freuen uns auf euch und wünschen euch für den letzten Reiseweg alles Gute. Ihr seid großartig!!! Unsere Wünsche und Gedanken sind bei euch.
    Liebe Grüsse von Gisela und Wolfgang

  3. Matthias Mitulla sagt

    Wir haben Japan als äußerst höflich, hilfsbereit und als sehr sauber erlebt. Das japanische Bad ist übrigens sehr empfehlenswert. Seit Jahrhunderten ist das tägliche Bad kulturell verbreitet, als in Europa selbst die Fürsten noch ungewaschen herumliefen. Der Boden gilt als unrein, weshalb Taschen nicht auf den Tisch gestellt werden. In Restaurants gibt es Taschenbehälter, damit die Taschen nicht den Boden berühren. Daher werden auch die Schuhe gewechselt beim Betreten von Wohnungen bzw. noch mal extra vor der Toilette. Der Shintoismus ist offenbar der spirituelle Hintergrund dieser Weltsicht. Beim Marathonlauf war festzustellen, dass japanische Läufen nicht spucken und jeden Fitzel Abfall an den Rand brachten zu den Müllkollektoren brachten. So ein sauberer Lauf war international gesehen einzigartig. Allerdings kommt man in Japan in Streß, wenn kleinste Regeln überschritten werden. Z.B. das Betreten einer Sicherheitslinie reicht bereits, geschweige denn das Übertreten. Das ist oftmals recht witzig, manchmal aber auch richtig nervig. So geht es sicherlich auch manchen mit unseren deutschen Gewohnheiten. Übrigens sprechen ältere Ärzte deutsch, da lange Zeit Deutsch Pflichtsprache war beim Medizinstudium. Es gibt auch noch deutsche Worte im Japanischen aus dem medizinischen Bereich wie das Wort “Kranke” u.a. Japan hatte nach Aufhebung seiner Isolation gegen die Kolonialisten festgestellt, dass es in vielen Dingen den Anschluß verpasst hatte. Man schickte die besten Kräfte ins Ausland, um dort zu lernen. Deutschland wurde ausgesucht, um von dessen Gesundheitswesen, Eisenbahn und Militärwesen zu lernen. Einiges davon hat seine Spuren hinterlassen. Das Bauwesen in Japan muß die Erdbebengefahr berücksichtigten, weswegen vieles sehr funktional wirkt.
    Japan ist auf jeden Fall in sehr vielen Bereichen hochinteressant. Das Sushi ist täglich frisch. Lecker. Noch viel Spass auf den letzten Reiseetappen. Und Tokyo hat den größten Fischmarkt der Welt. Man muß allerdings sehr früh aufstehen und sich vorher anmelden. Es ist nur eine recht begrenzte Zahl von Besuchern zugelassen. Dort werden die frischen Fänge versteigert und dann weltweit in den Handel gebracht. Im Bereich der Versteigerungshalle ist das Fotografieren übrigens unerwünscht. Um den Fischmarkt ist ein ganzes Stadtviertel mit kleinen Geschäften, Imbissen etc. entstanden, die bereits sehr früh öffnen. Man kann dort Stunden zubringen. Wie überhaupt in Tokyo unsere Zeit viel zu kurz war.
    Viel Spass noch auf den letzten Reiseetappen in Japan und gutes Ankommen.

  4. Inge Heitland sagt

    hallo, Karin ind Fritz,
    ich bin immer wieder sehr beeindruckt von euren vielen und unter-
    schiedlichen Ereignissen u n d vielen, herzlichen Dank, dass ihr uns hautnah daran teilnenhmen lasst! Es kostet ja auch immer eine Menge Zeit, in der ihr vielleicht lieber ausruhen wolltet?
    Hier ist es abwechselnd sehr warm oder regnerisch mit Unwetter…
    Alles Gute weiterhin und liebe Grüsse. Inge

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