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Auf nach Japan!

Den letzten Abend in Shanghai verbrachten wir bei einem warmshowers-host, Ralph aus Düsseldorf. Er war ein wunderbarer Gastgeber und wir hatten sehr interessante Gespräche bei Schwarzbrot und Käse aus Deutschland!! Lieber Ralph herzlichen Dank für Deine Gastfreundschaft!! Am nächsten Morgen ging´s dann zum internationalen Fähranleger. Den hatten wir gottseidank schon ein paar Tage vorher ausgekundschaftet, denn er war schwer zu finden.
Die Personenfähre nach Japan fährt nur noch zweimal wöchentlich, dh. es gibt zwei Fährgesellschaften und jede fährt einmal pro Woche. Da fast alle fliegen, wurden die Angebote immer mehr zurückgefahren und wir waren froh, überhaupt etwas gefunden zu haben. Die Überfahrt ist kein billiges Vergnügen und dauert zwei Tage, aber uns war es wichtig, nicht zu fliegen, aus Gründen des “ökologischen Fußabdrucks” und weil das mit den Rädern immer so kompliziert ist.. Und so genossen wir noch einmal fast so etwas wie eine kleine Kreuzfahrt. Wir begnügten uns mit dem günstigsten Tarif, der getrennten Schlafsaal bedeutete. Fritz nächtigte also mit ca. 10 anderen Männern in einem großen Raum mit Futons und ich in einer 4er Kabine mit drei anderen Frauen. Das Wetter spielte mit und China verabschiedete sich mit blauem Himmel von uns. Über mehrere Stunden fuhren wir zuerst an Stadtbebauung später an Industrie- dann an Hafenanlagen vorbei. Das Flusswasser trübe vom mitgeschlepptem Schlamm und teilweise ziemlich verdreckt mit schwimmendem Müll. Erst viele Kilometer auf offener See wurde das Wasser dunkel.

Die Betreuung an Bord war wie üblich zuvorkommend. Allerdings mussten wir unsere Räder als Gepäck abgeben und beim Abholen sah ich, dass jemand etwas grob damit umgegangen ist. Eine vordere Packtasche war war wohl mit grober Gewalt abgerissen worden (das Drahtseilschloss war abgerissen) und die Trinkflaschen vertauscht. Richtig kaputt war nichts, aber irgendwie ärgerlich.

Der Zoll kam übrigens mit Drogenhunden und hat uns  Fotos einschlägiger Drogen gezeigt; ob wir so etwas dabei hätten?

Tja und dann standen wir in Osaka am Terminal. Überraschenderweise ist in Japan Linksverkehr! Die Eingewöhnung ging jedoch relativ schnell. Wir fuhren gleich durch nach Kyoto. Dh. ca. 40 km durch modernen Großstadtverkehr, dann einige Kilometer sehr schön am Fluss, bevor es wieder großstädtisch wurde. Alles läuft hier sehr geregelt und ordentlich ab. Und vor allem: Niemand hupt!!! Unglaublich!

Wir waren erstaunt über die vielen Fahrräder; auch E-bikes gibt´s hier wieder, dafür keine Roller und Mopeds. Die Verkehrsführung ist etwas gewöhnungsbedürftig (na klar, wie in jedem neuen Land), auch weil die Fahrräder hier zu den Fußgängern gepackt werden. Wir fahren trotzdem auf der Straße und werden toleriert.

Wir haben festgestellt: Noch schlimmer als kein Radweg ist ein gemeinsamer Fuß-/Radweg, selbst mit Trennstreifen! Behinderung und Gefährdung aller Beteiligten. Hier sind die Menschen höflich und zurückhaltend; bei uns ….

Eine völlig neue Erfahrung für uns sind die Fahrradabstellanlagen hier. Sehr schlaue, intelligente Parksysteme, die wir uns z.B. am Wolfsburger Bahnhof gut vorstellen könnten. Die schaffen Ordnung und Platz. Wir sammeln noch Fotos dazu.

Gestern und heute also Kyoto, dann geht´s Richtung Toyohashi, unserer nächsten Partnerstadt. Wir haben sogar schon einen Termin! Am 12.07. um 13.00 Uhr. Wir sind sehr gespannt und freuen uns darauf.

Ein kurzes Wort zum weiteren Verlauf der Reise:

Tokio ist noch ca. 500 km entfernt. Dann haben wir unser Ziel erreicht. – Einmal mit dem Rad um die Welt!

Der Rückflug ist gebucht und wir freuen uns auch schon auf zuhause. Die genauen Daten folgen beim nächsten Artikel mit den Fotos von Kyoto.

 

 

 

 

 

6 Kommentare

  1. Jörg sagt

    Ich bin beeindruckt von eurer Leistung, von euren Berichten über eure Erlebnisse und Begegnungen. Schade dass in ein paar Tagen oder Wochen die Reise zu Ende ist, dass es dann keine neuen Blogberichte mehr geben wird… aber jede Reise geht irgendwann zu Ende! Ich hoffe dass es euch weiterhin gut geht und dass ihr euch zu Hause im verrückten und gestressten Europa wieder “integrieren” könnt!!
    Grüße aus Tirol
    Jörg

  2. Micha sagt

    Hallo Karin,

    alles Liebe und Gute zum letzen Geburtstag auf Eurer Weltreise.
    Genießt die letzten Tage und bis bald.

    Viele Grüße aus der Heimat

    Sabine und Mich

  3. Inge Heitland sagt

    hallo,Karin& Fritz,
    Gratulation, dass ihr schon in Japan seid und n u r noch 500 km zu strampeln habt- Superleistung!!, Vorsicht beim Linksverkehr, es ist gewöhnungsbedürftig, aber es gelingt meist sehr schnell…
    Alles Gute und liebe Grüsse. Inge

  4. Uwe Hackländer sagt

    Gratulation, Japan, das Ziel ist fast erreicht. Mir werden die Reiseberichte fehlen.
    Ich war immer schon gespannt,wann mein Email wider klingelt. Ich hoffe es gibt wieder einen Vortrag (einer reicht bestimmt nicht?) wie von der USA-Reise.
    Bei mir geht es morgen los. Im Prinzip auf eurer Route von WOB nach Budapest.

    Eine schöne Restreise und guten Rückflug
    Uwe??

  5. Hilma sagt

    Liebe Karin, lieber Fritz, ich bin tief berührt über Eure Berichte, habe alle mit großem Interesse gelesen und wünsche Euch von Herzen, dass Ihr heil wieder hier ankommt und vor allem, dass Euch das Wieder-Eingewöhnen gelingt.
    Herzlichst
    Hilma

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