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Jiading

Mit Jiading verbindet uns eine Städtefreundschaft. Und so lag es nahe, dort hinzuradeln. Unsere Wolfsburger Stadtverwaltung hatte bereits lange im Vorfeld unser Kommen den dortigen Kollegen angekündigt und um Unterstützung gebeten. Diese war auch auch prompt erfolgt. Mit einem offiziellen Einladungsschreiben von Jiading bekamen wir in Hanoi das 60-Tage-Visum völlig problemlos. Als Dank überbrachten wir eine Grußbotschaft unseres OBs Herrn Mohrs.

In Jiading wurden wir herzlich empfangen und sehr gut betreut und in jeder Beziehung verwöhnt. Wir besuchten das Sportamt, den Konfuziustempel, das Museum of modern arts, hatten interessante Gespräche, wurden zum Essen eingeladen und am Nachmittag gab es ein Presseinterview. Wir kamen uns schon ganz schön wichtig vor.

Jiading ist eine moderne internationale Großstadt. Wie überall in China (dort, wo wir geradelt sind) ist eine enorme Dynamik zu sehen. Fast alles wirkt neu, die kleine touristische Altstadt ist herausgeputzt.

Immer wieder beeindruckend für uns sind die hochwertigen Grünanlagen. Kilometerlang geschnittene Hecken und Anpflanzungen, aufwändig gestaltete Seitenstreifen an Straßen und Plätzen.

Und natürlich ist diese ganze Gegend geprägt von Automobilindustrie; vor allem VW, aber auch anderen. Es fahren überwiegend große neue Wagen durch die Straßen. Wie wir erfahren haben, sind in den Großstädten Chinas Autos, die älter als 10 Jahre sind, verboten.

Besonders auffällig für uns:
– Die Flotte an Elektrofahrzeugen, nicht nur PKW’s sondern auch kleine und große Busse, diese dreirädrigen Kleinlaster, Fahrräder und Roller. Überall in der Stadt kann man Elektroautos leihen, alles per App. Das wäre was für Wolfsburg!
-Die breiten Fahrspuren für Zweiräder mit eigenen Abbiegeampeln. Z.T. sind sie mit mobilen Absperrungen von den Autofahrspuren getrennt, sodass sich kein Auto “verirren” kann.

 

4 Kommentare

  1. Also wenn ich eure Berichte so lese, dann denke ich mir oft, dass die Chinesen uns in einigen Dingen deutlich voraus sind. Z.B. bei der Elektromobilität…. Während die Europäer seit Jahren nur darüber palavern, wird es China angepackt. Da sollten wir uns hier ein Beispiel dran nehmen.
    Ansonsten bin ich immer wieder happy, wenn Ihr wieder so schöne Bilder und einen Reisebericht online stellt.

  2. Dietrich sagt

    Hallo Karin&Fritz, Eure Berichte sind echt stark. Wolfsburg´s Versuche hinsichtlich E-Mobility sind eher kläglich. Die Räder kommen aus Kanada und die Mechaniker, die diese reparieren, zwangsläufig auch.
    Bei aller Begeisterung in China, wie wird eigentlich der Strom produziert?
    Gute Fahrt weiterhin
    Dietrich

    • Karin sagt

      Hallo Dietrich,
      leider wird der Strom wohl nach wie vor zum größten Teil aus dreckiger Kohle gemacht. Solaranlagen und Windräder haben wir wenige gesehen. Da haben sie noch viel zu tun.

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