Asien, Begegnungen, Länder, Tagebuch, Tajikistan, Touren
Kommentare 3

Die Polizei-dein Freund und Helfer

Anders als man vielleicht denken könnte, haben wir von der tajikischen Polizei einen durchaus positiven Eindruck. Schon die Begrüßung an der Grenze hatte ja Seltenheitswert und ist uns in bester Erinnerung. Der Grenzbeamte hatte uns auf Deutsch mit den Worten „Willkommen in Tajikistan!“ und „Ich liebe Touristen!“ begrüßt, uns nach small talk und kurzem Blick auf die Fahrräder ohne jede Gepäck-Kontrolle durchgewunken und mit den Worten „Good luck on the Pamir-Highway!“ verabschiedet. Ein Erlebnis vor ein paar Tagen hat das aber noch getoppt:
Wir kamen am späten Nachmittag an einen der Polizeiposten, die es in ganz Zentralasien gibt, wo routinemäßig der Reisepass registriert wird. Frederika fragte den Chef, ob wir denn auf der Wiese hinter der Polizeistation zelten dürften. Natürlich dürften wir das, es wäre dort sogar besonders schön. Dann hat er uns persönlich zu einem geradezu paradiesischen Platz geführt, 300 Meter hinter dem Gebäude, mit weichem grasbewachsenen Untergrund und einem kleinen glasklaren See. Da haben wir die Zelte aufgebaut, gebadet, ein wunderbares Tomaten-Risotto gekocht und schließlich beim Bier den Sternenhimmel bewundert und uns zu unserem Glück gratuliert, hier sein zu dürfen.
Vom Tage sind wir meistens so müde, dass wir um halb zehn im Schlafsack liegen. Um viertel nach elf hörte man plötzlich eine Männerstimme: „Mister … Witten … Lady … I’m sorry …“ Ich raus aus dem Zelt: Da stand ein Jung-Polizist mit einem peinlich berührten Gesicht wie „der Chef hat einen Vogel und ich muss das ausbaden“ und einem Teller in der Hand. Auf dem Teller waren frisch gebratene Kaninchen-Teile in Zwiebelsoße, hübsch garniert mit Tomaten, Gurken und Brot. So etwas Extravagantes haben wir seit Monaten nicht mehr gehabt! Da saßen wir drei denn um halb zwölf und knabberten Kaninchenschenkel, mit freundlichen Empfehlungen vom Polizeichef.
Obwohl es seit der Nacht ordentlich am Regnen war, hat er uns am Morgen wieder aufgesucht und sich nach unserem Wohlergehen erkundigt. Wir sind entzückt!

3 Kommentare

  1. Reingard Schreiber-Gallois sagt

    Durch die tolle Fotos kann ich mir die Landschaften ganz gut vorstellen, fast “riechen” ! Ohne neidisch zu sein… Mein Fahrrad
    wird Donnerstag abgeholt und an dem neuen Flüchtlings heim im Heinrichswinkel geschenkt. <mit Rollator bin ich sicherer….
    Würde mich jetzt doch sehr freuen wieder von Euch zu hören..
    Seid ihr OK? Es gab heute oder gestern Anschläge in T.

    Liebe Grüsse,
    Reingard

  2. Dagmar Schmidt sagt

    Weiter so !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1
    Ihr macht es großartig !!!!!!!!!!!!!!!!!
    Dagmar und Andreas
    Und lieben Gruß an die anderen drei eures kleinen Quintetts 🙂

  3. Fieding und Helma sagt

    Liebe Karin, lieber Fritz, ob unsere Politisten auch so freundlich wären???? Vielleicht fehlt
    manchem Chef der “Vogel”!- Derweil drehen wir unsere Runden im Park. Abund zu er=
    folgt ein Klön wie kürzlich mit Frau Walter u.Frau Meyer. Wir tauschten Erinnerungen
    aus über die Anfangszeit in BS und WOB. Das Langzeitgedächtnis funktioniert wunderbar
    auch das Kurzzeitged. ist noch fit.Und körperlich backen wir “kleine Brötchen” und machen alles gaaaanz langsam. Liebe Grüße, Euer Fieding

    Und Helma denkt: Wenn wir uns hier umsehen, dann geht es uns noch gut- auch mit so
    manchem Zipperlein. Und weiterhin Hals- usw. Herzlichst, Helma

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.