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Indische Küche

Auf das indische Essen hatten wir uns schon lange gefreut. Und wir genießen es jeden Tag! Meistens pure veg, also rein vegetarisch, allerdings mit Milch, aber ohne Ei, denn die Chicken Center an der Straße (Stände mit Hühnern in Käfigen, die direkt vor Ort geschlachtet werden) machen keinen Appetit auf Hühnchenfleisch. Wir essen ja nun tagsüber häufig in Straßenrestaurants bzw. dort, wo die Trucker essen. Da es dort üblicherweise keine Speisekarte gibt, schauen wir schon mal in die Töpfe oder auf die Teller der anderen, um uns zu entscheiden. Meistens ist es spannend, weil wir erstens nicht wirklich wissen, was wir bestellen und zweitens, wenn wir es wissen, z.B. Dhal oder Thali, es jedesmal anders schmeckt. Denn nicht nur die Landschaft, Kultur und Sprache ändert sich ca. alle hundert Kilometer, auch die Küche! Indisches Frühstück kann sehr verschieden ausfallen. Bisher haben wir noch nichts gegessen, was uns nicht geschmeckt hätte. Und inzwischen bestellen wir auf Nachfrage auch immer „spicy“! Den Text oben haben wir vor einigen Wochen geschrieben, auf dem Weg nach Varanasi. Inzwischen sind …

Ein paar Eindrücke aus Osh …

… vor allem von der Fresszeile des Basars. Der Basar ist eigentlich einer wie andere auch, offene Stände mit Überdachung, wuselig und eng, hat aber doch eine interessante Gastronomie. In der Halle bieten etwa 15 Frauen verschiedene Gerichte an, Suppen, Ploff, Kebab, Salate, Hammelbeine, Torten und verschiedenerlei Teigtaschen. Es ist eine gute Gelegenheit, Menschen mit Gesichtern zu beobachten, denen man ansieht, dass das Leben nicht immer einfach ist. In ganz Zentralasien sind übrigens diese Besen ohne Stiel verbreitet, die man nur gebückt verwenden kann; es gibt keine mit Stiel. Den Grund dafür haben wir nicht herausgefunden, vielleicht haben die Menschen hier so gerne Rückenschmerzen? Die Dokumentation von Hochzeiten in aufwendigen Videoproduktionen hat hier wie in vielen anderen Ländern einen hohen Stellenwert. Auf dem Foto von dem Hochzeitspaar vor der Lenin-Statue sieht man einen kleinen grünen Leuchtpunkt: das ist eine Drohne, mit der die Party von oben gefilmt wurde. Eine Sache ist leider dabei schief gegangen: vielleicht weil es gerade zu regnen begann, sind die beiden weißen Tauben, die die Braut hat fliegen lassen, spornstreichs unter …

Gesundheitliche Reisevorbereitung,Training und Körperumbau

Vor der Abreise wurden wir oft gefragt, wie man für so eine Reise denn trainiert: Gar nicht! Das Training kommt bei der Reise. Eine gewisse Grundfitness durch regelmäßigen Sport ist sicher unerlässlich. Wir sind aber nicht monatelang zwei Mal pro Woche auf den Brocken geradelt. Wer Erfahrung mit längeren Radreisen hat weiß, dass nach einigen Wochen Steigungen möglich sind, an denen man am Anfang gescheitert wäre. Natürlich sollte man wissen, wie man mit dem Sattel oder der Einstellung des Rades zurechtkommt. Ich wäre kein Sportarzt, wenn ich im Alter über 40 eine gründliche sportmedizinische Untersuchung nicht für nötig hielte. Es sollten natürlich keine chronisch-fortschreitenden Erkrankungen vorliegen oder solche, die ein komplexes Monitoring oder seltene Medikamente erfordern. Ein schlichtes Blutdruckmittel bekommt man aber in den meisten Ländern der Welt einfacher als in Deutschland. Wir haben uns natürlich allen altersentsprechenden Vorsorgeuntersuchungen unterzogen. Wenn nichts dazwischen kommt werden wir z.B. auf dem „Pamir-Highway“ in Tadschikistan (der heißt nicht so, weil er wie ein amerikanischer Highway ausgebaut ist, sondern weil er sehr hoch liegt!) oder Kaschmir in Höhenlagen fahren, …

Leipziger Lerchen u.a.

In einer kleinen Bäckerei einen Michkaffee geschlürft und gefragt, was denn „Leipziger Lerchen“ seien, die da auf der Tafel angepriesen wurden. Wir wurden aufgeklärt, dass bis ins 17.Jhdt. Lerchen, gefüllt mit einer Speckpflaume, eine Leipziger Spezialität gewesen seien, die auch exportiert wurden. – Bis es fast keine Lerchen mehr gab. Dann wurden sie verboten. Ca. 100 Jahre später hat ein Bäcker Neue erfunden: Kirschen, dick mit Marzipan umhüllt in einem Mürbeteigpastetchen versteckt. Das gibt es auch mit Pistazien und als „Herrenvariante“ mit Zartbitterschokolade. Wir durften ein kleines Stück probieren- ein Viertelchen jeder. Das Marzipan war so mächtig, dass wir denken, ein Törtchen reicht für eine ganze Familie! Aber ausgesprochen lecker!