Autor: Fritz

Unser (erster!) Fernsehbeitrag

Vor ein paar Tagen hat SAT 1regional bei uns gedreht. Der Spot (von wenigen Minuten Länge) wird heute, am 22.8.2015 in den 17:30-Regionalnachrichten gesendet. Wir sind sehr stolz und gespannt! Inzwischen haben wir ihn gesehen. Er steht in der SAT 1-Mediatek bereit. Bitte hier klicken:                                                         SAT 1-Beitrag

Steine für Rolf

Als wir vor einigen Jahren in die USA aufbrachen, hatte mein Freund Rolf eine Bitte: wir mögen ihm einen Stein aus dem Yellowstone-Park mitbringen. Haben wir gemacht. Gelb war er, natürlich, wenn das schon „Yellowstone“ heißt. Ich glaube, er hat sich damals ziemlich gefreut. Dieses Mal hat Rolf keine Wünsche geäußert. Kein Wunder: er ist vor einigen Jahren tödlich verunglückt. Ich habe ihm trotzdem einige Steinchen mitgebracht und werde sie demnächst auf sein Grab legen. Ich hoffe, dass irgendetwas von ihm in diesem Universum existiert, was sich auch dieses Mal darüber freut, dass man noch an ihn denkt.

„Wer einmal auf den Fuji steigt …“

besagt (laut unserem Reiseführer) ein japanisches Sprichwort, „… ist weise; wer zweimal drauf steigt ist ein Narr.“ Dann sind wir jetzt also weise. Oder auch nicht. So sollte er eigentlich jetzt eigentlich aussehen. Sah er aber nicht, weil wir nämlich Regenwetter hatten. Obwohl er im Sommer ja keine weiße Kappe hat wie auf den meisten Fotos, dachten wir uns diesen Berg quasi als Sahnehäubchen unserer zu Ende gehenden Reise. Es gibt mehrere Trails auf den Gipfel. Wir haben den südlichen von Fujinomiya gewählt. Es war am Samstag, dem ersten Tag eines verlängerten Wochenendes in Japan und das zweite Wochenende nach Eröffnung der Fuji-Saison (die nur drei Sommermonate dauert). Dementsprechend war eine ganze Völkerwanderung unterwegs. Es ist üblich, per Bus von 300 m Höhe auf öffentlicher Straße auf 2400 m zu fahren. Als wir um 5:45 von Hostel losmarschierten, regnete es, am „Basislager“ immer noch. Also Regenzeug an und losmarschiert. 300 m höher  hatten wir plötzlich strahlend blauen Himmel und ein Meer von Wolken unter uns! Der Weg besteht natürlich aus Lava, manchmal locker wie Sand oder …

Am Pazifik

Langsam nähern wir uns dem Ende unserer Reise. Wir haben beschlossen, dass das Projekt „Weltumradelung“ ist mit dem Erreichen des Meeres heute abgeschlossen ist. San Francisco haben wir nicht sehen können, wissen aber, dass es da drüben irgendwo sein muss. Es ist hier genau so rau und nebelig, wie wir die Westküste der USA erlebt haben. Wieso heißt der denn überhaupt der „stille Ozean“?!! Am Strand haben wir auch einen schönen Lagerplatz gefunden und den Tag mit einer Flasche Wein mit besonderem Etikett gefeiert. Ab und zu findet sich hier etwas für den Oldtimer-Freund und VW-Fan: Dieser Mechaniker restauriert VW‘s aus Kalifornien! Und in einer Seitenstraße fand sich ein wunderschöner T1-Bulli. Ein paar Fotos von der Strecke:

Shanghai …

… ist unglaublich! Auf der einen Seite des Huangpu-Flusses das historische Stadtviertel aus den 20er Jahren mit Art-Deco-Gebäuden, auf der Ostseite futuristische Wolkenkratzer, abends alles in grelle Lichteffekte getaucht. Der Kontrast ist berauschend; man kann sich kaum satt sehen. Für uns stellt sich die Frage: Ist das unsere Zukunft oder Größenwahn? Oder ist es beides? Überall sprießt es in die Höhe, schreit es nach Aufmerksamkeit und Konsum.  Bei der Ausfahrt mit der Fähre auf dem Huangpu ahnen wir, wie groß die Stadt wirklich ist: Allein die Hafenanlagen ziehen sich dutzende Kilometer hin, dahinter schier endlos Wohnhochhäser und Industrieanlagen. Nun, 24 Millionen Menschen müssen ja auch irgendwo arbeiten und wohnen. (Das ist glaube ich vier mal so viel wie Berlin.) Scharenweise sind Touristen unterwegs, nur wenige davon sind Langnasen wie wir. Natürlich gibt es auch die Malls voller Läden mit klangvollen Namen. Wir wundern uns, dass man uns da überhaupt rein lässt, so  wie wir rumlaufen! Tempel gibt’s natürlich auch, mit Nippesläden und vielen Touristen. Und famose Grünanlagen und hungrige Menschen und hungrige Vögel. Die Schildkröte ist übrigens gar …

Automuseum

In Jiading’s Stadtteil Anting in der Nähe des VW-Werkes gibt es natürlich auch ein Automuseum in einem angemessen futuristischen Gebäude. Da musste ich natürlich rein (mit Senioren-Rabatt)! Karin und Lupi durften auch mit. Der musste gar nicht bezahlen, weil er kleiner als 1,30 Meter ist. Die Ausstellung ist breit gefächert, und anders als in Wolfsburg gibt es nur drei VW’s. Dafür hat man viel Wert gelegt auf die amerikanischen Luxuslimousinen der 60er Jahre und die Wurzeln der chinesischen Autoindustrie, vorwiegend Staatskarossen aus den 80ern in Kleinserien. Da ich ja bekanntermaßen Oldtimer-begeistert bin, ist die Kamera wieder heiß gelaufen:  

Universaldiesel – zum Letzten

Da wir nun China verlassen und in Japan mit dem Universaldiesel wohl nicht zu rechnen ist, gebe ich nun eine abschließende Foto-Sammlung. Ich habe ja ein durchaus ambivalentes Verhältnis zu diesem Motor: Einerseits begeistert mich der Erfindungsgeist der Menschen und der unglaublich breite Einsatzbereich, andererseits ist das wirklich ein archaisches knatterndes, qualmendes und stinkendes Ungetüm, das eigentlich auf den Schrott gehört. Wie viele Finger werden die freiliegenden Keilriemen wohl schon gekostet haben?

Der Universaldiesel – Nachtrag

Ich sehe mich zu einer Begriffserweiterung veranlasst: meinen Liebling, den Universaldiesel, gibt es reichlich auch in China, so dass wir ihn nun den „ostasiatischen“ statt nur südostasiatischen nennen können. Wahrscheinlich wird er sogar in China gefertigt. Neben der Primitiv-Variante gibt es offenbar auch etwas stärkere und die Luxusausführung hat sogar einen E-Starter, eine richtige Kupplung und immerhin zwei Gänge. Die Gefährte auf den ersten drei Fotos werden durch ein Scharnier mit dem gesamten Vorderwagen gelenkt. Drolligerweise haben die häufig gesehenen Fahrzeuge auf den ersten beiden Fotos Hinterradantrieb über Kardanwelle und Differential. Habe nicht verstanden, warum man sich den Aufwand nicht erspart! Daneben gibt es viele individuelle Konstruktionen, fast wie bei uns früher mit dem Käfer-Motor. Bei manchen weiß man gar nicht, wofür sie gut sein sollen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Jetzt also China!

Nach diesem überraschend unkomplizierten Grenzübertritt fuhren wir etwas unsicher die ersten Kilometer im „Reich der Mitte“. (Warum heißt das eigentlich so? Aus westlicher Sicht liegt das doch ganz weit weg, also am Rand. Die Mitte sind doch wir!) Wild Campen ist in China verboten. Guesthouses, Pensionen, Hostels oder Hotels zu erkennen ist wegen der für uns unleserlichen Schriftzeichen erstmal nicht ganz einfach, obwohl wir die wichtigsten auf einem Zettel aufgemalt haben. Ein paar km hinter der Grenze, in Pinxiang, haben wir dann erstmal Geld mit Kreditkarte am ATM geholt (was erst beim zweiten Automaten gelang) und sind dann in einem unzweifelhaft als Hotel erkennbaren Haus abgestiegen. Auch das Abendessen in einem Straßenrestaurant ließ sich organisieren, indem man in die Küche geht, in die Töpfe sieht und mit dem Finger darauf zeigt. (Das funktioniert wohl in der ganzen Welt so!)  Den ganzen nächsten Tag nieselte es immer wieder. Wir hatten uns zum Übernachten einen Ort nach etwas mehr als 100 km ausgesucht, der  in der Reise-Know-How-Karte verzeichnet ist, nicht aber in der Velomap-Karte im GPS. Da …

Technik, die begeistert

Ich nenne ihn mal den Südostasiatischen Volks-Diesel. Es gibt ihn in den ländlichen Regionen aller Länder Südostasiens und er wird mit vielfältigsten Aufgaben betraut. Der niedertourige Einzylinder–Diesel wird per Handkurbel gestartet. Er besitzt einen integrierten Scheinwerfer. Am häufigsten wird er auf Fahrzeugen eingesetzt. Dann wird er mit einem Getriebe kombiniert, das gleich die Vorderachse enthält und einen langen Lenker hat. Eingekuppelt wird meistens durch Anspannen der beiden Keilriemen auf der linken Seite.  Der Lastenträger mit Sitz und Hinterachse ist kardanisch am Vorderteil aufgehängt. Das Ganze fährt je nach Ladung (Menschen, Vieh, Reissäcke …) zwischen 15 und 25 km/h, also etwas schneller oder etwas langsamer als wir. Den Hänger kann man abhängen und an der Straße stehen lassen, Pflugschar und Metallräder für schwere Böden montieren, und fertig ist der Motorpflug für das Reisfeld. Früher hatte man dafür Wasserbüffel. Daneben sieht man manchmal weitere skurrile Fahrzeuge, oft lokale Konstruktionen, die zwei Dörfer weiter nicht mehr vorkommen. Schließlich wird er aber auch in verschiedensten Kombinationen eingesetzt: als Wasser- oder Güllepumpe, am Betonmischer, Förderband, als Quirl im Shrimps-Becken, Lastenaufzug, …

VW’s in Vientiang

Auf der ganzen Reise, ab Türkei, haben wir nie so viele VW’s auf einem Haufen gesehen wie hier! Das begann bei der Anfahrt 10 km vor der Stadt mit einem Beetle: Der Fluss im Hintergrund ist der Mekong, am anderen Ufer sieht man Thailand. Dann sahen wir etliche meistens historische Fahrzeuge, teils regelrecht Schrott, aber auch perfekt restauriert. Und – selten gesehen außerhalb von Deutschland – einen Tuareg!

Von Vietnam nach Laos

Leider war’s jetzt vorbei mit den schönen Tagen mit Rückenwind. Seit dem Wolkenpass, der ja eine Wetterscheide ist, hat der Wind leider auf West gedreht. Genau da fahren wir jetzt hin, weil wir ja nach Laos wollen. Bergauf geht’s auch noch. Auf dem Wege fanden wir einerseits einen Vietcong-Soldatenfriedhof und –quasi als Gegenentwurf-  sehr schmuckreiche und chinesisch anmutende Gräber. Die Grenzformalitäten, wie schon gewohnt in Südostasien, waren problemlos: keinerlei Gepäck-Kontrollen und freundliche Beamte. Ein Novum: den Ausreisestempel für Vietnam (den wir für die Wiedereinreise brauchen) gab es von einem vietnamesischen Beamten auf der Laos-Seite der Grenze. Wir konnten das zunächst nicht glauben und irrten etwas hilflos im Niemandsland herum. Der laotische Beamte gab uns das Visum-on-arrival und sagte grinsend, da hätten wir ja Glück, es wären gerade Feiertage in Laos. Das wussten wir: das laotische Neujahrsfest dauert mehrere Tage und ist das Highlight des Jahres. Eines der Rituale ist das Begießen mit Wasser. Schon im Grenzort wurden wir sicherlich zehnmal mit Eimern, Kannen, Schläuchen und wassergefüllten Plastikbeuteln bespritzt. Wir waren bald ziemlich genervt, haben aber …

20 000 km

20 000 km … mit einem Satz Reifen. So sehen Schwalbe Marathon Mondial nach dieser Strecke aus, wobei der Untergrund ja doch oft anders war, als wir das in Europa gewohnt sind. Vorne geht’s ja noch, aber der hintere ist jetzt doch wohl langsam fällig. Herzlichen Dank an Andreas Gade von Bike & Niess, der uns großzügig mit vier Reifensätzen unterstützt hat!

Hoi An

… ist einer der Touristen-Orte in Vietnam, sozusagen das vietnamesische Rüdesheim. Der ganze Ort besteht eigentlich nur aus Restaurants, Cafés und Hotels. Die Altstadt, bestehend aus zum Teil doch sehr hübschen Häusern im Kolonialstil, ist komplett autobefreit. Dafür drängeln sich in den engen Gassen Touristen und Fahrradrikschas. Die Restaurants sind meist gehobene Klasse, das bedeutet, dass man nicht nur Nudelsuppe bekommt, sondern richtig leckere vietnamesische Küche.   Wir hatten dann doch zwei sehr interessante Begegnungen: In dem Restaurant, das wir für unser Feierabendbier ausgewählt hatten, lernten wir als Ehemann der Wirtin Nguyèn Thé Thųc kennen, einen Foto-Künstler mit vielen veröffentlichen tollen Fotobänden über Vietnam. Er hat in Leipzig Grafik und Buchkunst studiert und spricht supergut deutsch. Im Laufe unseres sehr interessanten Gespräches erwähnte er drei in Hoi An lebende Deutsche. Einer davon, Ralf aus Berlin, der gerade um die Ecke wohnt und eine deutsche Snack-Bar eröffnet hat, mit Thüringer Bratwurst, Kartoffelsalat, Sauerkraut, Pommes und deutschem Bier. Da hatten wir dann noch einen sehr netten Abend. Danke, Ihr Beiden! In Vietnam wird übrigens sehr viel Billard …

Son My

… vielleicht besser bekannt als My Lai: das war eines der Dörfer, in dem die US-Army 1968 ein Massaker anrichteten. Als dies bekannt wurde, verbunden mit dem Namen des Leutnant Calley, kippte in den USA und weltweit die Stimmung bezüglich des Vietnam-Krieges. Calley kam übrigens mit drei Jahren Hausarrest davon. Francis Ford Coppola hat diesem Massaker in der Eingangsszene seines Films „Apocalypse now“ ein grausiges Denkmal gesetzt. Die jetzige Gedenkstätte zeigt die Ruinen des Dorfes quasi für die Ewigkeit in Beton gegossen. Auf den Wegen, ebenfalls aus Beton, sieht man die Abdrücke von nackten Vietnamesen-Füßen, vermischt mit den Abdrücken von Springerstiefeln (was der Lonely Planet als etwas kitschig bezeichnet). Drumherum liegt das jetzige Dorf Son My, geschäftig wie alle vietnamesischen Dörfer. Uns hat diese Gedenkstätte merkwürdig unbeteiligt gelassen. Wir haben viel in der Historie gewühlt und irgendwie ist dies Thema wohl jetzt mal durch.  

Tauchausfahrt

Nha Trang ist eines der wenigen Tauchzentren Vietnams. Da konnten wir natürlich nicht nein sagen. Am Ort gibt es 17 Tauchbasen. Wir haben uns eine ausgesucht wegen der deutschen Leitung (Jens) und der guten Internetseite. Die Wahl war gut. Wir hatten zwei wunderbare Tauchgänge in beeindruckenden Korallengärten bei bester Sicht. Nach dem zweiten stand plötzlich eine Geburtstagstorte für mich auf dem Tisch des Bootes und ich wurde mit einem Ständchen gefeiert! Dazu noch habe ich die beiden Tauchgänge geschenkt bekommen. Danke an Jens und das Team von Vietnam Active!! Wir haben uns so wohl gefühlt, dass wir gleich noch einen Tag rangehängt haben.

War Remnants

Wir sind ja alte Leute. Für uns ist der Vietnamkrieg lebendige und gut erinnerliche Geschichte: Vietnam-Demos (Fritz), Protestsongs … Nirgends auf der Reise haben wir so viele Menschen mit Lähmungen, Missbildungen („Agent Orange“=Dioxin) und Verlust von Gliedmaßen  (Antipersonen-Minen) gesehen wie im Mekong-Delta und Saigon. Nun hat man im „War Remnants Museum“, nachdem die US-Armee 1975 Hals über Kopf das Land verlassen hatte, die Hinterlassenschaften zusammengetragen, vom Transporthubschrauber bis zur Streumunition und Nagelbomben. Kaum erträglich sind Fotos des Krieges, auch mit schonungsloser Darstellung der Opfer auf beiden Seiten. Das Gift und explodierende Blindgänger fordern bis heute in der dritten Generation ihren Tribut. Wir haben Saigon verlassen in Richtung von Cu Chi, eine kleine Stadt kaum 40 km nordwestlich des Stadtzentrums. Hier wurden die Tunnelsysteme, in denen die Vietcong jahrelang lebten und von denen aus sie gekämpft haben und die es an vielen Orten Südvietnams gab, rekonstruiert und erhalten. Ich bin da mal reingekrochen:  ein Mensch meiner Statur und ohne Platzangst kann da mit Mühe entlang kriechen, ein stabiler GI mit Ausrüstung hat da keine Chance. Sie …

Kontrastprogramm

Nach diesem bedrückenden Besuch in Choeung Ek sind wir in zwei Tagesetappen zu den Stränden östlich von Sihanoukville gefahren. Mit 38° hatten wir es schon schlimmer, aber im Moment macht mir die Hitze doch ziemlich viel aus. Im Garmin war tatsächlich ein „Piknik-Resort“ eingetragen! Wir wollten uns das mal ansehen, falls es das wirklich gäbe. Und tatsächlich: mal wieder mitten im Nichts wurde es ausgeschildert und ein Weg führte links weg. Gemüsefelder, alte Gewächshausreste, dann ein Schild „Restaurant“ und „hillside bungalows“. Wir kamen zu einer Anlage mit Wegen, überdachten Bereichen, offenem Restaurant, alles wirkte sorgfältig gemacht, aus Holz und Bambus, große Tierskulpturen… Ein Tisch mit Biogemüse, Biodünger, Aufklärungsplakate usw. Wir beschlossen dazubleiben und konnten für 5$ in einem offenen Pavillon unser Zelt aufstellen. Die Nacht war heiß und wir pusteten mit einem Ventilator frische Luft in unser Zelt. In dem Restaurant standen Bücherregale mit diversen Broschüren zum Ausleihen- auch auf Englisch. Neben Motivationsbüchlein auch eine Erläuterung des Gesetztes zur Verhinderung von häuslicher Gewalt und Opferschutz! Jetzt liegen wir am Strand, lassen es uns mal wieder …

Choeung Ek

… war eines von etwa 200 „killing fields“ in Kambodja. Es liegt etwa 15 km südwestlich der Stadt. Dort wurden die Feinde der Revolution nach erzwungenen „Geständnissen“ im Foltergefängnis Tuol Sleng systematisch ermordet und in Massengräber geworfen. Um Munition zu sparen wurden die Menschen mit vielerlei Werkzeugen erschlagen. Auf diesem Gelände wurden seit Ende der Gewaltherrschaft 8 000 Leichen geborgen, auch Kinder und Babys, und wissenschaftlich untersucht, bis man schließlich entschlossen hat, die übrigen ruhen zu lassen. Immer noch werden in der Regenzeit Knochen („don‘t step on bones!) und Kleidung, besonders Stoffstreifen, die als Augenbinden dienten, an die Oberfläche gespült. Weitere Details möchten wir Ihnen/Euch ersparen; sie sind ebenfalls nachzulesen. Wie Tuol Sleng ist Choeung Ek eine vielbesuchte Gedenkstätte. Schädel und andere Skeletteile sind in einem zentralen Stupa ausgestellt. Betroffen macht uns die Geschichte Kambodjas wohl auch deswegen, weil das ja -anders als die Greuel im Nationalsozialismus- in unserer bewussten Lebenszeit stattfand. 1975, als das Pol Pot-Regime begann, war ich mit Bruder und Freundinnen zu dieser mehrfach erwähnten Reise unterwegs nach Osten. Damals konnten wir …